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Wo bleibt der Frühling?

Kulinarische Anregungen in herausfordernden Zeiten schickt uns ab sofort Barbara Haiden - jeden zweiten Tag zwei Rezepte als Gruß aus ihrer Küche.

Ich habe irgendwo gelesen, dass Stangensellerie so toll für eine Entschlackungskur sei. Vermutlich ist es die innere Stimme, die mich jedes Mal im Supermarkt zu einem Bund Sellerie greifen lässt. Oft lasse ich ihn allerdings tagelang auf seinen Auftritt warten, schiebe ihn in der Kühllade hin und her, nehme ihn heraus, lege ihn wieder zurück. Aber heute ist er dran! Sind nicht auch noch ein paar Äpfel da? Mit geräucherten Forellenfilets wird daraus ein erfrischender, bekömmlicher Salat. Da kommt gleich Frühlingsstimmung auf.

Sellerie-Apfel-Salat mit Räucherforelle

4 Portionen
400 g Stangensellerie
2 Äpfel
Saft von 1 Zitrone
4 EL Olivenöl
2 Räucherforellenfilets (ca. 200 g)
1 Becher Sauerrahm
1 Handvoll Petersilienblättchen
Salz
Pfeffer

 

Sellerie in feine Streifen, Äpfel in kleine Würfel schneiden. Mit Zitronensaft und Olivenöl vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Räucherforelle in grobe Stücke zupfen, mit dem Salat vermischen.
Rahm und Petersilie mixen, salzen.
Petersilienrahm auf den Teller geben, den Salat darauf anrichten.

Haben Sie schon einmal darauf geachtet, welche Wirkung Gewürze auf unser Gemüt haben? Beim Duft von Zimt, Nelken und Kardamom ziehen wir automatisch die Mundwinkel nach oben, zumindest die meisten von uns reagieren positiv auf diese Aromen. Stimmungsaufheller ganz ohne negative Nebenwirkung, ist das nicht genial? Genau, was wir in Zeiten wie diesen dringend brauchen. Die Hirse ist übrigens ein wunderbar leichtes Getreide, glutenfrei und wohlig wärmend. Pur schmeckt sie vielleicht etwas fad, aber mit einer ordentlichen Ladung Gewürzen mundet sie wirklich ganz vorzüglich.

Rote Zwiebeln mit Gewürzhirse

4 Portionen
8 kleine Rote Zwiebeln
8 Thymianzweige
140 g Goldhirse
250 ml Wasser
1 Orange
1 Zimtrinde
3 Nelken
2 Kardamomkapseln
½ TL Koriandersamen (zerstoßen)
4–5 Safranfäden
1 Prise Muskat
1 TL Pfeffer
2 EL Cranberries oder Rosinen
30 g Butterflocken
Salz, Olivenöl, Balsamico, Joghurt oder Rahm

Zwiebeln schälen, Boden gerade und einen Deckel abschneiden. Mit einem Kugelausstecher die Zwiebeln aushöhlen. Zwiebeln in eine Form setzen, mit Thymianzweigen füllen, mit Olivenöl beträufeln. Zudecken und im Rohr bei 180 Grad 1 Stunde garen.
Inzwischen das Ausgehöhlte der Zwiebeln klein hacken, in Olivenöl anschwitzen. Orange schälen, klein schneiden. Orange und Hirse zugeben, mit Wasser aufgießen und aufkochen. Gewürze zugeben, zugedeckt 15 Minuten köcheln, dann abschalten, Cranberries bzw. Rosinen zugeben und 15–20 Minuten ausdampfen lassen.
Zwiebeln mit der Hirse füllen, mit Butterflocken belegen und im Rohr noch 5–10 Minuten backen. Zwiebeln anrichten, mit Balsamico beträufeln. Cremiges Schafjoghurt oder Sauerrahm dazu reichen.

Barbara Haiden

Barbara Haiden

Kocht gerne mit Gemüse
Fragt sich beim Blick in den Vorratsschrank:
Wer soll das alles essen?

Foto: Alexandra Grill

Fotos: Barbara Haiden, Julia Maetzl

„Welt der Frauen kocht“

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