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01-02/24

Buchempfehlung: „Wohnglück“ und „Ein Jahr im Schwedenhaus“

Buchempfehlung: „Wohnglück“ und „Ein Jahr im Schwedenhaus“

Diese beiden Wohnbücher haben eines gemeinsam: Sie vermitteln Ruhe, Schönheit und ein aufgeräumtes, wohliges Zuhause.

Auf nach Bullerbü und ran ans Visionboard

Hier gibt es kein Zuviel und es steht immer das richtige Möbelstück am richtigen Platz. So aufgeräumt kann ein Zuhause sein und manchmal braucht man als Leserin und Leser genau das: Ruhe in den vier Wänden, Sicherheit und Frieden. Dann tankt man auf, rückt die eigene Grünpflanze zurecht und macht sich daran, endlich ein Visionboard zu erstellen. 

Zuerst geht es in die nordische Leichtigkeit, also in das Schwedenhaus von Natascha von den Boom. Die Autorin lädt zum Schauen und Mitmachen ein, ihre Anregungen sind nach den vier Jahreszeiten geordnet und so könnte man sofort ein buntes Maifest planen, Bärlauchbutter herstellen und die Vergissmeinnicht-Glasväschen füllen.

„Der skandinavische Einrichtungsstil begeistert mich schon lange. Ich mag ruhige, natürliche und schlichte Farben. Die Basis bilden bei uns die Farben Weiß und Greige, eine Mischung aus Beige und Grau.“
Seite 18 aus „Ein Jahr im Schwedenhaus“

Die Mischung aus Lifestyle und Backrezepten ist gelungen, schon liest man die Zubereitung der Semlor, einer schwedischen Spezialität, die am Faschingsdienstag serviert wird, und schwupp, inspiziert man den eigenen Kühlschrank, ob man ausreichend Milch, Marzipan und Schlagobers für deren Herstellung zuhause hat. Einfache Zutaten, sowohl beim Kochen als auch beim Werken und Basteln, verhindern, dass man sich Urlaub für die Umsetzung der Anregungen nehmen muss. Zeit muss man haben, aber das weiß man, wenn man dieses Buch zur Hand nimmt.

Größer als das Schwedenhäuschen ist das Zuhause der Wohnexpertin Andrea Dittrich allemal. Es gehe, so die Autorin und Wohnexpertin, darum, aus einer Ansammlung schöner Möbel ein gemütliches Zuhause zu machen. Sie zeigt aber auch Wege, den eigenen Wohnstil zu finden. Auch hier spielen die Jahreszeiten eine Rolle. Wer gern dekoriert, findet hier unzählige Anregungen und wer gern fotografiert, lernt beim Betrachten der wunderschönen Fotos viel über Perspektive und Vorder- beziehungsweise Hintergrunddarstellungen. Und dann meint auch noch der Mann der Expertin:

„Man braucht zuhause eher selten ein Licht, bei dem man eine OP auf dem Küchentisch durchführen könnte.“
Seite 62 aus „Wohnglück“

Wenn ich Wohnzeitschriften durchblättere, in Wohnbüchern, wie den hier vorgestellten, blättere, komme ich zur Ruhe, ich freue mich über die Schönheit der Räume, die Arrangements und den Willen der beiden Frauen, Schönheit und Ruhe zu vermitteln. Das kann man jetzt auch einfach so stehen lassen. Naja, vielleicht schiebt man den Gummibaum doch einen Zentimeter nach rechts.

Christina RepolustChristina Repolust

Ihre Leidenschaft zu Büchern drückt die promovierte Germanistin so aus: „Ich habe mir lesend die Welt erobert, ich habe dabei verstanden, dass nicht immer alles so bleiben muss, wie es ist. So habe ich in Romanen vom großen Scheitern gelesen, von großen, mittleren und kleinen Lieben und so meine Liebe zu Außenseitern und Schelmen entwickelt.”
www.sprachbilder.at

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  • Veröffentlicht: 11.05.2023
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