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Wie wollen wir arbeiten?

Wie wollen wir arbeiten?
Foto: Alexandra Grill

Eine Studie im Auftrag der Oberösterreichischen Versicherung AG zeigt, dass Frauen ganz besondere Prioritäten haben, wenn es um die Berufswahl geht.

Zu verstehen, welche unterschiedlichen Erwartungen Frauen und Männer an ihren Beruf haben – das war der Antrieb, eine Studie ins Leben zu rufen. Dafür wurden rund 400 Männer und Frauen aus Oberösterreich im Alter von 20 bis 39 Jahren befragt. Welche Erwartungen haben sie? Worauf basieren ihre Entscheidungen? Unter welchen Umständen würden sie ihren Job wechseln? Wie zufrieden sind sie? Im Auftrag der Oberösterreichischen Versicherung AG wurde vom Institut IMAS eine qualitative Umfrage erhoben, also persönliche Interviews mit den Teilnehmenden geführt. Die Ergebnisse sind für die Versicherung besonders spannend. „Wir würden uns freuen, unser Vertriebsteam weiblicher aufzustellen“, sagt Vorstandsdirektorin Kathrin Kühtreiber-Leitner. „Daher wollten wir wissen, wie beziehungsweise was Frauen anspricht. Die IMAS-Studie soll uns zeigen, was es braucht, um als Arbeitgeber für Frauen attraktiver zu werden. “

Teilzeit und Zeit für Familie

Die Ergebnisse der Studie malen ein sehr deutliches Bild davon, welche Faktoren für Frauen und welche für Männer bei der Berufswahl entscheidend sind. So ist – wenig überraschend – etwa für Frauen die Kindererziehung neben der Arbeit oder Homeoffice-Möglichkeit von höchster Wichtigkeit. Für Männer hingegen sind es eindeutig der Verdienst sowie die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Mit 97 Prozent ist beinahe allen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern selbständige und unabhängige Lebensführung wichtig. So unabhängig sind allerdings viele Frauen nicht. Denn die Erhebung ergab, dass 34 Prozent aller befragten Frauen laut eigenen Angaben finanziell nicht auf eigenen Beinen stehen, sondern vom Partner oder den Eltern abhängig sind. Dabei ist es für einen Großteil aller Befragten sehr bzw. eher wichtig, selbstständig und unabhängig von anderen zu leben. Ein Grund für den hohen Anteil an finanziell Abhängigen mag unter anderem daran liegen, dass fast drei Viertel (72 Prozent) aller Befragten ausschließlich Frauen in einer Teilzeitbeschäftigung sehen – darunter auch die weiblichen Umfrageteilnehmerinnen.

Sinnvolle Arbeit

Nach Kinderbetreuung und der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, wurde von den befragten Frauen der Sinn ihrer Tätigkeit auf Platz drei der treibenden Faktoren für die Jobwahl genannt. Bei Männern stand dieser nicht hoch im Kurs. Ein spannender Faktor, vor allem vor dem Hintergrund, dass Care-Arbeit zum Großteil Frauensache ist. Männer dazu zu bringen, sich ebenfalls einer solch sinnstiftenden Arbeit zu verschreiben, dort die Professionalität zu erhöhen und zugleich Frauen dazu zu ermutigen, sich auch für Jobs in Führungspositionen im Sozial- und Gesundheitswesen zu begeistern, könnte ein „Gamechanger“ für Gender-Gerechtigkeit in diesem Bereich sein.

Für Kathrin Kühtreiber-Leitner ist es gerade im Hinblick auf die Ergebnisse der IMAS-Studie ein Anliegen, zu betonen, dass die Oberösterreichische Versicherung nicht nur auf gute Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achtet, sondern auch deren Nachwuchs im Blick hat. „Dank der eigenen betrieblichen Kinderbetreuung wissen Mütter und Väter ihre Jüngsten stets bestens betreut“, sagt sie. „Zudem bieten wir flexible Teilzeitmodelle an. Auch bei Gehaltserhöhungen sind wir am Puls der Zeit. Hier treten Männer meist fordernder auf als Frauen – deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, die Gehälter auf freiwilliger Basis wiederkehrend und leistungsgerecht anzugleichen.“