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Nicht fürchten – genießen!

Überall duftet es nach leckerer Bäckerei. Köstliche Menüs reizen die Sinne und kitzeln das Gewissen. Es weihnachtet. Wie Sie diese Zeit nicht nur gut überstehen, sondern auch ohne Verzicht und Spätfolgen genießen können.

Jedes Jahr das Gleiche: Ein vertraut-gefürchtetes Gefühl, ausgelöst durch süße Verlockungen der Adventzeit. Hier ein Bratapfel, dort ein Punsch, dazu ein paar Kekse, abends das Buffet auf der Weihnachtsfeier und schließlich der Braten am Festtagstisch. Das schlechte Gewissen plagt einen schon, bevor die  Feierlichkeiten überhaupt richtig begonnen haben.

Wer das heuer ändern will, sollte seine Einstellung überdenken: „Der richtige Weg ist weg vom ‘Jetzt völlere ich und dann faste ich wieder,’“ rät Ernährungswissenschafterin Mag. Christine Stahl. „Wer sich selbst das OK gibt, dass er auch später im Jahr ein Stück Kuchen oder Schokolade essen darf, der muss nicht jetzt alles auskosten und nachher eine Aufholjagd samt Waage und Diät starten.“

Weihnachten & Intuitives Essen

Fest steht: Auch bei den Festtagsmenüs kann man Kalorien einsparen, ohne auf Geschmack und Genuss zu verzichten. Werden beim Gansl mit Rotkraut etwa die Knödel durch Petersilerdäpfel ausgetauscht, hat man schon einen kleinen Teil gewonnen. Außerdem, so Mag. Stahl,  kann bei den meisten Gerichten immer auch etwas Gemüse beziehungsweise Salat bewusst eingebaut werden. Und: Zur Torte muss man nicht noch zwingend Schlagobers reichen.

Richtig einkaufen

Für den Einkauf gilt: Bei der Auswahl der Fette hochwertige, pflanzliche Öle bevorzugen. Fettärmere Fischsorten wie Saiblingsfilets können statt Lachs zubereitet, üppig-sämige Soßen umgangen werden. Das Motto: „Weg von Quantität, hin zur Qualität, im Sinne von bewusster Auswahl – etwa regionale Bio-Produkte“, so die Expertin. Das gilt auch für Wurst, Käse oder den Nachtisch.

Doch überlegt zugreifen ist die eine Sache, bewusst genießen die andere. Mag. Stahl rät: „Wer immer nur denkt, wie schlimm es ist, dass er die Kalorien intus hat, versäumt den Genuss. Besser ist zu sagen: Jetzt ist es opulent, aber ich genieße es.”

Tipps für sinnlich-leichtes Naschen

  • Freudvoll. Essen sollte Spaß machen. Beim gierigen Hinunterschlingen bleibt die Freude allerdings auf der Strecke. Also: Nehmen Sie sich Zeit zum Essen, auch wenn die Festtage stressig sind und nicht alles so läuft wie geplant.
  • Kreativ. Befriedigender Genuss heißt nicht nur Schokomousse oder Schmorbraten. Sinnlich-hochwertig kann auch ein tropischer Obstsalat sein. Tipp: Obst kann man außerdem herrlich in Schokolade tauchen (nur teilweise). Ein solches süßes Schmankerl ist nicht ganz so üppig wie mit Cremen und Schokoladeglasur aufgepeppte Kekse.
  • Fleischig. Wer lieber zu Fleisch greift, kann auch diese Variante anders gestalten: Mit hochwertigem, magerem Fleisch bzw. mit Fleischfondue in einer Suppe oder Kräuterbrühe statt Öl.
  • Flüssig. Trinken sättigt, hält vital und gesund. Ideal sind Teevariationen, wie der Rotbuschtee, ein Weihnachts-Gewürztee oder duftende Kräutertees, die man auch abgekühlt trinken kann.
  • Bewegt. Nicht zuletzt gilt: Der Schlüssel beim Genießen ohne Reue ist die Verwertung der aufgenommenen Energie. Eine regelmäßige sportliche Betätigung von mind. 60 Minuten drei mal in der Woche (z. B. Joggen, Nordic Walking, flotter Spaziergang, Eislaufen,  Gymnastik, Tanzen) hält den Stoffwechsel in Schwung – und ist die Basis fürs Wohlbefinden.
Erschienen in der „Welt der Frauen“-Ausgabe Dezember 2010

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