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Henne oder Ei? Das ist hier nicht die Frage!

Es gibt Sachbücher und es gibt Kochbücher. Dieser Band ist beides und dazu noch wunderschön illustriert wie bebildert.

Die Speisen sind „natürlich“ angerichtet, da gibt es zum Glück kein Schäumchen oder so, sondern rustikales Geschirr und schönes Leinen darunter. Romantik? Vielleicht auch das, aber wer kauft Kochbücher, weil er oder sie nicht genau weiß, wie man Eier färbt? Also: Wer die Tipps des Buches umsetzt, bekommt die „richtig“ gekochten Ostereier, die innen die richtige Konsistenz haben und sich zudem leicht schälen lassen.

Wer auf Kalorien pfeift, verliebt sich sofort in den Eierlikörgugelhupf, am Abend könnte es dann ja noch Schneenockerl geben und so weiter und so weiter. Das alte Wissen kommt hier sehr dezent daher, keine Klugscheißerei verdirbt die Freude am Buch, dem neuen Wissen und dem Ausprobieren.

Das Literaturregister (S. 212) sowie das Register von Seite 213 bis 215 sind ebenfalls mit Illustrationen bzw. mit einem Foto „ausgestattet“, Stil also bis zur letzten Seite. Mein Lieblingsfoto ist auf Seite 57, ein Eierschneider in Rot mit einem geschnittenen, harten Ei, schaut irgendwie aus wie ein Rennauto, einfach wunderschön. Neun Kapitel hat das Buch und danach ist man einfach klüger, glücklicher und motivierter, gesund zu kochen und zu leben.

Mit diesem Buch wollen wir ein Zeichen setzen: Wir lehnen Massentierhaltung ab, ebenso wie Lebendtiertransporte über weite Strecken. Wir wollen, dass Hühner, deren Eier wir essen, fair behandelt werden.
Seite 7

Was Sie versäumen, wenn Sie dieses Buch nicht lesen: Sinnlichkeit, Freude am Essen, Kochen, an der Landwirtschaft, am Leben als Ganzem, dann noch Wissen über „das Ei“ und wunderschöne Illustrationen und Fotografien.

Die Macherinnen des Buches sind bescheiden, kein Foto, nix. Aber mir ist ja auch ein zusätzliches Rezept fast lieber als ein Lebenslauf; der Verlag, die Macherinnen liefern wirklich bis zur letzten Seite.

Gabriele Halper, Irena Rosc,
Fotografien von Luzia Ellert:
Alles Huhn.
Altes Wissen, neu gelebt.
Mit über 60 köstlichen Rezepten.
Löwenzahn Verlag 2019.
215 Seiten.

Christina Repolust

wurde 1958 in Lienz/Osttirol geboren. Sie schloss das Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg ab. Seit 1992 ist sie Leiterin des Referats für Bibliotheken und Leseförderung der Erzdiözese Salzburg und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache. Zudem leitet sie Literaturkreise und Schreibwerkstätten für Groß und Klein. Ihre Leidenschaft zu Büchern drückt die promovierte Germanistin so aus: „Ich habe mir lesend die Welt erobert, ich habe dabei verstanden, dass nicht immer alles so bleiben muss wie es ist. So habe ich in Romanen vom großen Scheitern gelesen, von großen, mittleren und kleinen Lieben und so meine Liebe zu Außenseitern und Schelmen entwickelt.”

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