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Die Durch­halterinnen

In unserer aktuellen Mai-Ausgabe porträtieren wir drei Durchhalterinnen – stellvertretend für die vielen, die diese Krise getragen haben. Gerade Frauen haben in den vergangenen Wochen Enormes geleistet – was wären wir alle ohne sie!

Gerda Baumgartner

Durchhalterin an der Corona-Hotline

Die Kinderkranken­pflegerin Gerda Baumgartner (55) aus Oberndorf besetzt die Corona-Hotline 1450 beim Roten Kreuz in Salzburg (im Bild vor der Zentrale). Die Stimmung der AnruferInnen sei durchmischt: „Viele sind besorgt, manche verzweifelt. Ich nehme jedes Anliegen ernst und helfe, so gut ich kann.“ Besonders fehlen der angehenden Rettungssanitäterin die Familientreffen. „Ich hoffe, wir sind nach der Krise wieder dankbar für das, was wir haben.“

Veronika Kerres (und Tochter Constanze)

Durchhalterin in der Notschlafstelle

„Seit Ausbruch der Coronakrise müssen 30 Prozent der obdachlosen Menschen wegen der hohen Ansteckungsgefahr auf der Straße schlafen“, weiß Veronika Kerres (62), ehrenamtliche Obfrau der Notschlafstelle „VinziRast“ in Wien. Zurzeit versieht die pensionierte 
Unter­nehmerin mehrere Nachtdienste pro Woche. Gekocht wird in der Suppenküche, aber auch zu Hause. Beim Verteilen der Mahlzeiten hilft Tochter Constanze (26) mit. „Viele unserer 240 freiwilligen HelferInnen sind schon älter und fallen in die Risikogruppe. Deshalb packen verstärkt wir Jungen an.“
www.vinzirast.at

Kerstin Schwertmann

Durchhalterin im Supermarkt

Es sind Menschen, die immer da waren, deren Wert aber erst in einer Krise zu erkennen ist. Kerstin ­Schwertmann gehört zu ihnen. Die ­­24-Jäh­rige ist im Spar-Markt in ­Marchtrenk in Oberösterreich ­beschäftigt. Sie und ihre ­KollegInnen arbeiten auf Hochtouren, um die Bevölkerung während der Coronakrise mit Lebensmitteln zu versorgen. „Wir stoßen oft an unsere Grenzen, halten aber zusammen. Mein Job ist es, für die Versorgung der Menschen in der Umgebung und für ein Stückchen Normalität zu sorgen. Das tue ich gerne, auch wenn es jetzt nicht immer einfach ist“, sagt Schwertmann. Applaus also für die HeldInnen der Coronakrise.

Wenn auch Sie eine Durchhalterin kennen oder einfach jemandem Danke für die Unterstützung in den letzten Wochen sagen möchten, gibt es die Möglichkeit, Danke mit „Welt der Frauen“ zu sagen.

Fotos: Alexandra Grill (2), Marco Riebler, Carolina Frank

Über Welt der Frauen

„WELT DER FRAUEN“ BESCHREIBT UND REFLEKTIERT VIELFÄLTIGE BEZIEHUNGEN UND BEZÜGE VON FRAUEN UND SIEHT SICH DABEI ALS INSPIRATIONSQUELLE FÜR MEHR PERSÖNLICHE LEBENSQUALITÄT.

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