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„Wir sollten unsere digitale Wohlfühl-Balance finden“

Sanem Keser-Halper (49) ist Unternehmensberaterin für Marketing und hilft Menschen, achtsamer und ausgewogener mit digitalen Medien umzugehen.

Sie haben einen Workshop zum Thema „Smart-Life-Balance“ kreiert. Was können sich Interessierte darunter vorstellen?

Seit Ausbruch der Coronapandemie ist unsere Kommunikation noch stärker durch die Nutzung digitaler Medien und Technologien geprägt. Es gibt kaum einen Lebensbereich, der nicht von der Nutzung des Smartphones bestimmt ist, denn es ist schon lange fixer Bestandteil unseres Schul- und Berufslebens und auch im Alltag mittlerweile unverzichtbar. Die Anwendungsgebiete und Vorteile sind vielfältig, doch meist nehmen wir unser Smartphone aus Gewohnheit, ohne Ziel und impulsiv in die Hand. So entsteht rasch eine Unausgewogenheit zwischen virtuellem und realem Leben – unser Wohlbefinden, unsere Gefühlswelt und unsere allgemeine Zufriedenheit geraten aus dem Gleichgewicht. Es ist wichtig, diese Wohlfühl-Balance wiederherzustellen, und darauf zielt der Workshop ab.

 

Mit unseren digitalen Handlungen erschaffen wir eine Parallelwelt, wir gestalten digitale Inhalte mit, die ein Abbild unserer Bedürfnisse, Meinungen, Weltanschauungen, Werte, Entscheidungen, Kommunikations- und Verhaltensmuster sind.

Warum ist ein bewusster und achtsamer Umgang mit digitalen Geräten wichtig?

Mit unseren digitalen Handlungen erschaffen wir eine Parallelwelt, wir gestalten digitale Inhalte mit, die ein Abbild unserer Bedürfnisse, Meinungen, Weltanschauungen, Werte, Entscheidungen, Kommunikations- und Verhaltensmuster sind. Dabei sollten wir achtsam sein und die digitalen Handlungen bewusst steuern können. Sonst werden wir zu NutzerInnen, die von Daten, Informationen und Inhalten fremdgesteuert und manipuliert werden. Dies kann zur Abhängigkeit, ja sogar zur Sucht führen. Dann hat das Smartphone uns in der Hand und nicht umgekehrt.

Wie finden Menschen ihre digitale Wohlfühl-Balance?

Zunächst müssen sie ihr digitales Nutzungsverhalten erkennen und reflektieren, was der Smartphonekonsum aus ihnen macht. Welche Art von Information und wie viel digitalen Inhalt brauche ich überhaupt und wie viel digitalen Medienkonsum vertrage ich? Welches Bedürfnis möchte ich grundsätzlich stillen? Ist es rein die Unterhaltung, die ich suche, oder habe ich einen konkreten Informations- und Kommunikationsbedarf? In welchen Lebensbereichen ist das Smartphone unentbehrlich, welche Lebensbereiche sind digital dominiert, welche Alternativen gäbe es? Wenn wir Antworten auf diese Fragen haben, gelingt es uns, in eine „Smart-Life-Balance“ zu kommen.

Alle Informationen zu den Workshops: sanementality.com

Dieses Interview ist in der „Welt der Frauen“ Mai-Ausgabe erschienen. Erhältlich als Einzelheft in unserem Shop, zum Testabo geht es hier.

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