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01-02/24

Achtsam durch den Advent

Achtsam durch den Advent
Foto: AdobeStock

In der Theorie soll die Vorweihnachtszeit besinnlich sein. In der Realität bedeutet sie aber für die meisten Menschen Hektik, Stress und Druck. Wie können wir unseren Geist dennoch nähren? Zehn Ideen für eine achtsame Adventzeit.

Wie möchte ich den Advent verbringen?

Um einen entspannten und wohltuenden Advent erleben zu können, muss man erst einmal wissen, was einem guttut und wie man die Vorweihnachtszeit verbringen möchte. Dazu braucht es Zeit zum Innehalten. Fragen Sie sich etwa: Muss und möchte ich dieses oder jenes wirklich tun oder verbringe ich den Abend lieber doch mit einem Tee auf der Couch oder mit lieben Menschen um mich? Durch diese Innenschau wird auch das Bewusstsein für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse gestärkt.

 

Übungen für die innere Balance

Gezielte Übungen bringen uns in einen Zustand der inneren Ruhe. Es gibt zahlreiche Übungen, oft muss man erst herausfinden, welche bei einem selbst gut wirken. Hier eine kleine Auswahl:

  • Die Progressive Muskelentspannung: Im Liegen oder Sitzen spannen Sie nacheinander die Muskeln verschiedener Körperregionen an, um sie kurz darauf wieder zu entspannen. Mit dieser Entspannungsmethode lassen sich innere Unruhe, Erregungszustände und Verspannungen mildern.
  • Atemtherapie: Durch bewusstes Atmen lösen Sie zudem Muskelverspannungen, steigern Ihre Vitalität und verbessern unter anderem die Durchblutung Ihres Körpers. 
  • Eine gute Übung gegen Stress bieten die Asanas aus dem Hatha-Yoga. Bei diesem Stil basieren die Bewegungen des Körpers auf der bewussten Atmung. So geht’s: Sie winkeln in Rückenlage die Füße hüftbreit an. Beim Einatmen heben Sie das Becken und strecken die Arme über den Kopf. Beim Ausatmen führen Sie die Arme wieder zurück und legen die Wirbelsäule bewusst Wirbel für Wirbel auf der Matte ab. Wiederholen Sie den Ablauf fünf- bis sechsmal. 
  • Auch Meditationsübungen helfen dabei, sich auf den Moment zu konzentrieren, negative Gedankenspiralen zu lösen und gedankliche Klarheit zu finden. 

 

Ich bin dankbar für …

Wer dankbar ist, ist zufriedener, positiver und gestärkter – wichtige Faktoren, um gut durch die Adventzeit zu kommen. Das tägliche Aufschreiben, zum Beispiel in Form eines Dankbarkeitstagebuches, macht uns glücklicher und resilienter. Es reicht, sich jeden Abend ein oder zwei Dinge in Gedanken zu rufen, die an diesem Tag positiv waren. Für was sind Sie dankbar?

 

Zeiten für bewusstes Faulsein

Einmal am Tag oder in der Woche etwas ganz anderes tun oder sich Zeiten des bewussten Faulseins erlauben, befreit und verschafft Entspannung und Überblick. 

 

Belohnen Sie sich selbst

Wenn Sie etwas geschafft haben, belohnen Sie sich selbst. Das schenkt Freude, erleichtert das Durchhalten von ermüdenden Tätigkeiten und gibt Energie. 

 

Bewegung 

Bewegung tut gut, um aufgestaute negative Energien abzubauen. Gehen Sie etwa spazieren. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Ihren Spaziergang genussvoller oder spannender zu gestalten. Starten Sie dazu Ihren Spaziergang und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie in sich hinein, wie Sie ein- und wieder ausatmen, und fangen Sie an, Ihre Schritte während Ihrer Atemzüge zu zählen. Nehmen Sie bewusst alles rund um sich wahr: Was riechen oder sehen Sie?  

 

Erlaubnis zum Loslassen und Freigeben

Sich von Dingen, Menschen, Beschäftigungen oder Gedanken zu trennen, die einem auf längere Zeit nicht guttun, kann befreiend sein. Bewusstes Loslassen ist ein Wagnis, das sich lohnt und Raum für Neues schafft. Gehen Sie in sich und fragen Sie sich, wer oder was Ihnen Energie gibt oder nimmt. Erlauben Sie es sich, Energieräuber loszulassen. 

 

Abgrenzung

Grenzen setzen und ein freundlich bestimmtes „Ja“ oder „Nein“ bewirken Klarheit und Überblick. Vor allem in stressigen Zeiten ist eine bewusste Abgrenzung oft wichtig, um selbst stark zu bleiben.

 

Auf die eigenen Gedanken achten

Die eigenen Gedanken sind mächtig. Was wir denken, wie wir uns und andere betrachten und was wir vom Leben erwarten, bestimmt, wie wir uns fühlen. Entziehen Sie negativen Gedanken die Aufmerksamkeit, versuchen Sie, dort, wo es geht, das Gute zu sehen. Konsumieren Sie in dieser Zeit vielleicht weniger negative Nachrichten, vergleichen Sie sich nicht mit anderen, auch wenn es auf Sie so wirkt, als würden alle anderen die Adventzeit leichter und perfekter gestalten als Sie. Vieles ist oft nicht so, wie es scheint.  

 

Eigene Erwartungen und Perfektionismus reflektieren

Meist sind unsere Erwartungen an die Weihnachtszeit sehr hoch, und je dringlicher der Wunsch nach einem harmonischen und besinnlichen Weihnachtsfest ist, desto mehr steigt auch der Druck, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Dadurch passiert genau das Gegenteil, und oft sind wir dann enttäuscht. Achten Sie gut darauf, welche Bedürfnisse für Sie Priorität haben und welche Gefühle hinter diesen stecken.

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  • Veröffentlicht: 10.12.2023
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