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01-02/23

Lichtzauber für daheim

Lichtzauber  für daheim

Sie lieben Kerzen und möchten damit Ihre vier Wände in der finsteren Jahreszeit kreativ und originell gestalten? Dann lassen Sie sich inspirieren! Wir haben Dekorateurinnen um „Ideen zum Selbermachen“ gebeten.

Goldener Tempel

Dafür benötigen Sie:

einen alten Vogelkäfig, goldene Lackfarbe, Tannen- und Rosmarinzweige, Herbstblumen, getrocknete Orangenscheiben, Moos, ein Windlicht und eine große Kerze, grüne und violette Filzstreifen und -kordeln, golden bemalte Deko-Sterne, Kastanien, Walnüsse und leere Schneckenhäuser

So wird’s gemacht:

  1. Den Vogelkäfig mit goldener Lackfarbe besprühen und das Windlicht mit der Kerze in den Käfig stellen
  2. Das Käfiggestell mit Zweigen, Herbstblumen, getrockneten Orangenscheiben und bunten Filzstreifen und -kordeln umwickeln
  3. Zum Schluss die Deko-Sterne und die leeren Schneckenhäuser auf die Zweige kleben

 

Unser goldener Tempel passt zu Hause am besten an einen Rückzugsort wie den Wintergarten. Wenn uns im Alltag Hektik und Stress gefangen halten, erinnert er uns daran, wie wichtig Ruhe, Stille und Innenschau sind. Wir machen es dann wie die Schnecken: Wir nehmen uns Zeit, lauschen nach innen und finden Frieden und Freiheit in uns selbst.

Mühlviertler Himmelsleiter

Dafür benötigen Sie:

eine kleine alte Holzleiter, ein altes Sieb, alte Häferln, einen alten Krug, einen alten Kochlöffel, einen alten Schneebesen, Marmeladegläsermit kleinen Kerzen oder Teelichtern, Filzschnüre, alte Spitzenborten, Kordeln und bunte Schnüre, Tannenzapfen, alte Holzfiguren in Herz- und Hirschform

So wird’s gemacht:

  1. Die Marmeladegläser mit Spitzenborten, Kordeln und Wolle umwickeln, Kerzen hineinstellen und an Fäden auf die Leitersprossen hängen
  2. Küchengegenstände wie Sieb, Häferln, Kochlöffel, Schneebesen und Krug ebenfalls mit einer Kordel umwickeln und auf den Sprossen anbringen
  3. Den Leiterrahmen mit Tannenzapfen und Zweigen dekorieren Unsere Mühlviertler Himmelsleiter macht in jedem Esszimmer was her, weil sie auf den ersten Blick wie eine einfache Stellage aus Großmutters Zeiten wirkt und in den meisten Häusern für einen Stilbruch sorgt. Doch dieses Regal ist nicht funktionell, sondern hat vielmehr symbolische Bedeutung. Es führt uns vor Augen, was uns Menschen zusammenhält, uns Kraft gibt und uns glücklich macht: nämlich Speis und Trank, die Natur, die Liebe und das Licht.

Die Schwestern Sandra Stürmer, Evelyn Lehnhardt und Karin Groiss aus dem Mühlviertel gestalten Hochzeiten, Taufen und jede Art von Feierlichkeiten und betreiben in Bad Leonfelden den „Kleinen Dekorladen“. Hier verkaufen sie auch Bastelutensilien für daheim. Zudem bieten sie einen Dekorservice für Hotels, Gaststätten und Geschäftsauslagen an.

Herzlicher Gabenkorb

Dafür benötigen Sie:

Wickel- oder Myrtendraht, eine Kordel, Kerzen, Marmeladegläser, einen alten Korb oder Topf, alte Küchenutensilien, wie Teesieb oder Schöpflöffel, ein kleines Holzbrett, einen Holzstamm (aus dem Wald), verschiedene Blüten aus dem Garten, wie hier verblühte Astilben, Katzenminze, Wollziest, Lavendel, Kräuter, Pampasgras, Grünes, Holzspäne zum Abdecken, Steine, weiße und schwarze Wandfarbe

So wird’s gemacht:

  1. Die Baumrinde des Holzstamms mit Pinsel fein verkalken, danach das Holzbrett schwarz streichen und mit weißer Farbe beschriften
  2. Die Kordel mit Draht umwickeln, danach die Kräuter und Blüten schichtweise aneinanderlegen und mit dem Kordeldraht fixieren; den Abschluss mit einer scharfen Gartenschere abschneiden und den Draht ineinander verdrehen, damit er nicht aufgehen kann
  3. Den Korb auf den Holzstamm stellen und mit Kleber oder einer Schraube fixieren; einen Steckschwamm oder ein Holzstück in den Korb legen, die Kerzen und Gläser hineinstellen, den Blumenstrauß und die Küchenutensilien mit Wickeldraht am Korb befestigen und das beschriftete Schild über den Korb hängen

Mit unserem herbstlichen Gabenkorb dekorieren wir gerne Hauseingänge und Terrassen, aber auch in Innenräumen erwärmt er das Herz. Rund um den Baumstamm können nach Lust und Laune weitere vorhandene Materialien platziert werden. Der Gabenkorb ist gefüllt mit Pflanzen und spiegelt unsere Lebensphilosophie wider: Es braucht nicht immer Neues, um Schönes zu zaubern. Meist bietet die Natur vorhandenes Material, aus dem sich kostbare Schätze inszenieren lassen.

Claudia Erlbacher und Hilde Winkler stellen in ihrer „Kreativwerkstatt“ in Abtenau Unikate aus Holz und Materialien, die sonst auf dem Müll gelandet wären, her. Ihre Kreationen dekorieren Hotels, Restaurants oder private Räume.

Goldener Schöpferthron

Dafür benötigen Sie:

einen alten Sessel, getrocknete Baumblätter, Teelichter und kleine Deko-Gläser, getrocknete Gräser oder Tannenzweige, eine Schnur, Kleber, Schlagmetall in Gold oder goldene Farbe

So wird’s gemacht:

  1. Die Sitzfläche des Stuhls mit Blättern bekleben und diese mit Schlagmetall oder goldener Farbe bepinseln
  2. Einen Schwung trockener Gräser oder Tannenzweige um die Rückenlehne des Stuhls wickeln
  3. Kerzen oder Gläser mit Teelichtern auf dem Stuhl verteilen

 

Mein goldener Schöpferthron sorgt im Innenbereich, etwa im Vor- oder Wohnzimmer, sofort für Gesprächsstoff – denn alle Menschen, die mich zu Hause besuchen, möchten wissen, was es mit dieser ungewöhnlichen Kreation auf sich hat. Damit drücke ich meine Dankbarkeit und Wertschätzung aus für alles, was uns gegeben ist. Oft vergessen wir das, und so landen alte Gegenstände, die wir nicht mehr brauchen, im Keller, in der Scheune oder auf dem Dachboden. Doch es lohnt sich, dem Alten neues Leben einzuhauchen und das Beste hervorzuheben. Dann erkennt man, dass sich aus allem etwas machen lässt. Und dass in jedem und jeder von uns ein Schöpfer, eine Schöpferin steckt!

Leuchtende Sinnkiste

Dafür benötigen Sie:

eine alte Holzkiste, eine Truhe oder einen Koffer, Tannen-, Fichten-, Kiefer- oder Lärchenzapfen, Hagebuttenzweige, frische Eukalyptusblätter, alte Marmeladegläser, Kerzen, bunte Christbaumkugeln, Kreide, kleine Zettelchen aus hübschem Papier und Maschen zum Binden

So wird’s gemacht:

  1. Bunte Kerzen in Marmeladegläser geben und gemeinsam mit Tannenzapfen, Hagebuttenzweigen, frischem Eukalyptus und bunten Christbaumkugeln in die Truhe stellen
  2. Auf die Innenseite des Deckels mit der Kreide einen schönen Sinnspruch schreiben, der Sie den Winter, den Advent oder das ganze Jahr über begleiten soll
  3. Auf kleine Zettelchen jeweils einen Sinnspruch schreiben, einrollen, mit einer Masche versehen und in die Truhe legen

Meine leuchtende Sinnkiste ist vor jedem Hauseingang ein echter Hingucker. Immer wieder bleiben Leute auf der Straße stehen und staunen über das Licht aus der Kiste. Auch Gäste, die zu Besuch kommen, fühlen sich gleich herzlich empfangen und können die Wärme und Geborgenheit spüren, die ich mit diesem Kerzenarrangement ausdrücke. Kleine Botschaften mit berührenden Sinnsprüchen, die in der leuchtenden Kiste zu finden sind, erinnern aber auch mich und meine Lieben daran, dem Leben jeden Tag einen Sinn zu geben – und auch das zu entdecken und zu erkennen, was nicht offensichtlich ist.

Julia Holzner ist selbstständige Floristikmeisterin und führt seit 20 Jahren in Obertrum in Salzburg ihr Geschäft, „Das Blumenatelier“. „Das Augenmerk von meinen drei Mitarbeiterinnen und mir gilt in erster Linie Floralem, aber auch unsere tiefsinnigen Ideen zur Innenraumgestaltung sind gefragt“, so die Unternehmerin.