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Ausgabe
01-02/23

Eine runde Sache

Eine runde Sache

Ob Energiebällchen, Bliss Balls oder Energiekuge[r]ln: Kugeln aus getrockneten Früchten und Nüssen sind im wahrsten Sinne des Wortes in (fast) aller Munde.

Und das zu Recht. Nicht nur, dass sie gut schmecken, sie versorgen den Körper darüber hinaus mit Nährstoffen und Vitaminen, wirken wie ein kleiner Energieschub zwischendurch und so zum Beispiel dem nachmittäglichen Suppenkoma entgegen. Sie sind schnell gemacht, kommen mit wenigen Zutaten, ohne Zugabe von Zucker und ohne Backofen aus und sind eine schmackhafte Alternative oder schöne Ergänzung zu klassischen Keksen. Und machen sich natürlich auch gut auf dem (vor-)weihnachtlichen Keksteller.

Hauptbestandteile der Energie in Kugelform sind meist Trockenfrüchte und Nüsse. Gern genommen werden etwa Datteln, Mandeln, Cashewnüsse und Kokosraspeln, die wertvolle Nährstoffe liefern. Für meine Energiekugeln greife ich aber auch im Sinne der Nachhaltigkeit gerne auf Zutaten zurück, die etwas weniger weit reisen mussten: Marillen, Haselnüsse und Haferflocken zum Beispiel.

Die Marillen geben den Kugerln einen schön fruchtigen Geschmack – und Haselnüsse mag ich sowieso gerne.

Außerdem sind getrocknete Marillen in Sachen Nährstoffe und Vitamine ja richtige kleine Kraftpakete: Sie enthalten unter anderem Betacarotin, Vitamin A und C, B-Vitamine, Eisen und Kalium und sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen und der Darmflora Gutes tun. Durch die Trocknung sind die Vitamine und Nährstoffe in hoher Konzentration vorhanden. Trockenfrüchte sind also gesund, mehr als eine Handvoll pro Tag sollten jedoch wegen des Zuckergehalts nicht verzehrt werden.

Wer nicht selbst getrocknete Marillen herstellen kann oder will und auch keinen eigenen Haselnussstrauch im Garten stehen hat, sollte beim Kauf auf gute, optimalerweise Bio-Qualität achten – und bei Marillen, die nicht in biologischer Landwirtschaft hergestellt wurden, darauf, dass sie nicht geschwefelt sind (erkennbar an der Zutatenliste: bei geschwefelten Marillen findet sich dort Schwefeldioxid).

Fruchtig-nussige Energiekugerl

Zutaten für circa 25 Stück

  • 100 g Marillen, getrocknet und ungeschwefelt
  • 75 g feine Haferflocken
  • 1 Handvoll ganze Haselnüsse (circa 30­­–35 g)
  • Vanille nach Geschmack (1/4–1/2 TL)
  • Zimt nach Geschmack (1/4–1/2 TL)

So wird’s gemacht:

Alle Zutaten bis auf die Haselnüsse in einen (Hochleistungs-)Mixer geben und ein paar Sekunden mixen, sodass die Marillen zerkleinert sind und sich mit den Haferflocken vermengen. Haselnüsse zugeben und noch einmal mixen, bis eine klebrige Masse entsteht (eventuell einen kleinen Schluck Wasser dazugeben). Wer keine kleinen Haselnussstückchen mag, kann die Haselnüsse natürlich auch gleich mit den anderen Zutaten in den Mixer geben.

Mit leicht befeuchteten Händen – am besten stellt man sich dafür eine Schüssel mit Wasser bereit – aus dem Teig kleine Kugeln formen.

Die Energiekugeln können sofort verzehrt werden, sind in einem kühlen Raum oder im Kühlschrank aber auch mehrere Tage haltbar – vorausgesetzt, es bleiben doch einmal welche übrig.

Guten Appetit und: viel Energie!