Was, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich stirbt? Wir haben mit vier Frauen über die große Liebe, Trauer und Gefühle in der Leere gesprochen. Angelika verlor ihren Ehemann vor 12 Jahren und nimmt uns mit auf ihre Reise.
„Mein Ehemann ist einen Tag vor seinem 44. Geburtstag sehr plötzlich und unerwartet an einem schicksalhaften Krankheitsverlauf gestorben. Die Ärzte waren machtlos, und ich war mit 41 Jahren allein mit drei Kindern. Trotz des Schocks und der großen Trauer habe ich damals eine enorme Energie entwickelt, alles zu schaffen und vor allem für meine Kinder da zu sein.
Wir haben immer sehr offen über das Erlebte gesprochen und so fragte mich meine jüngste Tochter, damals 5 Jahre alt, eines Tages: Mama, bist du jetzt eine Witwe? Ich antwortete spontan: Ja. Aber ich hoffe, irgendwann eine lustige. Das Schwierigste war sicherlich, von da an allein für die Kinder verantwortlich zu sein. Denn es gibt neben der Mutter nur den anderen Elternteil, der die gleiche Verantwortung trägt. So sehr sich Großeltern, Familie und der Freundeskreis einbringen und unterstützen – es ist nicht dasselbe.
