Was, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich stirbt? Wir haben mit vier Frauen über die große Liebe, Trauer und Gefühle in der Leere gesprochen. Xenias Ehemann hinterließ sie mit 40 Jahren mit einer eineinhalb Jahre alten Tochter.
„Unsere Tochter war gerade ein halbes Jahr alt, als er krank wurde. Sehe ich heute die Urlaubsfotos von diesem Jahr an, dann sehe ich, dass es ihm schon nicht gut ging. Aber damals ging es in der Zeit mit dem kleinen Kind einfach unter und danach bekamen wir keine Termine für Untersuchungen. Als er mit Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde, war es schon zu spät. Er machte noch drei Chemotherapien, hielt noch sieben Monate durch, doch dann starb er.
Es war im Frühling, als es warm wurde, alles zu blühen begann. Überall waren Menschen mit Babybäuchen, Urlaubsplänen, die das Leben wieder genießen wollten. Es fühlte sich an, als wolle mich das Wetter verhöhnen. Eineinhalb Jahre war ich im Überlebensmodus. Ich setzte eine Maske für meine Tochter auf, doch die bekam trotzdem mit, wie traurig ich war. Irgendwann sagte sie mir: Mama, sei nicht traurig, ich bin doch noch da.
