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Zeit zum Spazierengehen

Der am stärksten frequentierte Raum in unserer Wohnung ist zweifellos die Küche. Ich koche gerne und viel, im Alltag soll das Essen dennoch möglichst rasch fertig sein. Ich will ja noch an die frische Luft!

Ich bin an sich kein Fan von Tiefkühlkost, es gibt aber ein paar Produkte, die wirklich gut schmecken und von denen es sich lohnt, immer ein paar Packungen vorrätig zu haben. Erbsen zum Beispiel. Und Fisch. Denn wer hat schon einen Fischmarkt vor der Haustür. Dieses Gericht ist in unserem Zwei-Personen-Haushalt einer der beliebtesten schnellen Satt- und Glücklichmacher. Die gefrorenen Fischstücke wandern direkt aus dem Tiefkühler ins Rohr, sie garen und tauen gleichzeitig auf, die Wohnung fischelt nicht und der Fisch gerät schön saftig. Falls Sie sich über die verwendeten Gewürze wundern: Anis und Fenchel harmonieren mit dem Fisch ebenso wie mit den Erbsen. Probieren Sie das einmal aus, Sie werden überrascht sein! Weil das Essen so schnell fertig ist, hatte ich noch Zeit für einen kleinen Spaziergang inklusive Blumenpflücken. ☺

Ofenfisch mit Erbsenpüree

2 Portionen
250–300 g Fischfilet,
tiefgekühlt (schwarzer Heilbutt
oder Kabeljau)
300 g Erbsen, tiefgekühlt
½ Zitrone
Olivenöl
30 g Butter
Fenchel
Anis
Salz

Backrohr auf 160 °C Umluft vorheizen.
Die gefrorenen Fischfilets in eine Auflaufform legen, salzen, mit Anis und Fenchelsamen bestreuen und mit wenig Olivenöl beträufeln.
Den Fisch im Ofen 15–18 Minuten garen.
Für das Püree leicht gesalzenes Wasser aufkochen, die Erbsen zugeben, nach dem Aufkochen des Wassers 5 Minuten garen.
Das Wasser abgießen, Butter zugeben. Ein paar der Erbsen beiseite geben, die übrigen Erbsen mit einem Stabmixer pürieren. Püree mit Salz abschmecken.
Erbsen mit dem geschmorten Fisch anrichten.

Tipp: Als Beilage passen kleine festkochende Erdäpfel, die zeitgleich in Wasserdampf gegart werden.

Bild oben: Heilbuttfilet im Rohr gegart, mit Erbsenpüree

Pasta ist immer eine gute Wahl, wenn das Kochen nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen soll. Beim Grübeln nach einem schnellen Rezept ist mir die Topfen-Haluska in den Sinn gekommen. Ein köstliches Armeleute-Gericht, das in der slowakischen, tschechischen und ungarischen Küche beheimatet ist und das in Folge auch in der österreichischen Wurzeln geschlagen hat. Ich habe mir erlaubt, fertige Nudeln zu nehmen. Traditionell wird der Nudelteig frisch zubereitet (ein halbes Kilo Mehl, fünf Eier, etwas Öl, eine Prise Salz und Wasser nach Bedarf), ausgerollt und in Fleckerln geschnitten. Beim nächsten Mal vielleicht. Spätestens dann aber, wenn es mir gelingen sollte, irgendwo diesen wunderbaren slowakischen Brimsen aufzutreiben. Der würzige, gereifte Topfen aus Schafmilch hievt dieses schlichte Gericht in eine neue Dimension.

Topfen-Haluska
Köstlich einfach: Topfen-Haluska

Topfen-Haluska

4 Portionen
250 g Eier-Bandnudeln
100 g geräucherter Speck
1 kleine Zwiebel
80 g Butter
250 g Bröseltopfen (oder Brimsen)
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer

Speck in Streifen, Zwiebel würfelig schneiden, gemeinsam in Butter glasig rösten.
Pasta in Salzwasser bissfest kochen, abseihen und mit den Speckzwiebeln durchschwenken. Topfen salzen und pfeffern, die Hälfte davon mit den Nudeln locker vermischen. Nudeln anrichten, mit restlichem Topfen und geschnittenem Schnittlauch bestreuen.
Am besten mit einer Schüssel Häuptelsalat servieren.

Barbara Haiden

Barbara Haiden

Kocht gerne mit Gemüse
Fragt sich beim Blick in den Vorratsschrank:
Wer soll das alles essen?

Foto: Alexandra Grill

„Welt der Frauen kocht“

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