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„Wir brauchen auch Sie am 8. März!“

Annemarie Schlack ist Geschäftsführerin bei Amnesty International Österreich.

Am 8. März ist Weltfrauentag. Sie gehen auf die Straße, um im Rahmen einer Amnesty-Solidaritätsaktion Menschenrechtsverteidigerinnen in Polen zu unterstützen. Warum?
Annemarie Schlack: Am 11. November 2017 demonstrierten 14 Frauen in Warschau friedlich für Respekt und Toleranz in Polen. Gleichzeitig marschierten NationalistInnen durch die Straßen und forderten ein „weißes Polen und Europa“. Als die Kundgebungen aufeinandertrafen, wurden die Frauen geschlagen und beschimpft. Die Polizei schützte die Frauen nicht. Absurderweise wurden neun Frauen wegen „Störung einer Kundgebung“ angeklagt. Amnesty hat mehrfach dokumentiert, wie restriktive Gesetze in Polen die Meinungs- und Versammlungsfreiheit einschränken. Wir stehen Seite an Seite mit den 14 Frauen und fordern, dass die Anklage gegen sie fallen gelassen wird.

Wo überall finden am 8. März Solidaritätsaktionen statt?
Weltweit und auch in Österreich sind alle eingeladen, sich an Solidaritätsaktionen zu beteiligen. In Linz etwa planen Amnesty-AktivistInnen einen Infostand und sammeln Unterschriften.

In Österreich wurden in den ersten beiden Wochen des heurigen Jahres sechs Frauen ermordet. Nachdem die Regierung im Vorjahr etlichen Frauenberatungseinrichtungen die Gelder gestrichen hat, plant sie nun härtere Strafen für Wiederholungstäter und das Thema „Gewaltfreie Beziehung“ im Ethikunterricht. Reicht das?
Die Häufung von Frauenmorden ist entsetzlich und erfordert Maßnahmen, mit denen solche Straftaten in Zukunft verhindert werden können – etwa Ressourcen für Gewaltprävention und wirksame Schutzsysteme für Frauen. Wir fordern, dass die Regierung ausreichend Ressourcen für diese Maßnahmen zur Verfügung stellt.

Unter „action.amnesty.at/14-frauen-polen“ können sich Interessierte für die 14 Frauen in Polen einsetzen und gemeinsam mit Tausenden Menschen weltweit Gerechtigkeit einfordern.

Foto: Elisabeth Mandl

Erschienen in „Welt der Frauen“ 03/19