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10/22

Wie wir den Urlaub im Kopf verlängern – ein Versuch …

Wie wir den Urlaub im Kopf verlängern - ein Versuch …

Der Sommer und damit auch die Urlaubszeit sind wie immer zu rasch vorbei. Sieben Ideen, die helfen können, das Sonnenschein-Gefühl zu konservieren und nicht von null auf hundert zu starten.

An das „Warum“ erinnern!

Schreiben Sie sich im Urlaub jeden Tag eine Notiz, was Sie gut können und warum Sie Ihren Beruf lieben. Sobald der Alltag wieder startet, nehmen Sie Ihre Erinnerungen zur Hand und verinnerlichen diese vor dem Start in den Arbeitstag oder schon am Vorabend, warum Sie gut und gern in Ihrem Job sind.

Bilder ausdrucken!

Wir halten heute fast jeden Moment unseres Lebens mit der Kamera unseres Smartphones fest, kaum etwas wird ausgedruckt oder gar ein Album erstellt. Brechen Sie mit dieser Vernachlässigung, denn schöne Bilder besonderer Momente stärken uns in unserer Dankbarkeit. Also: Handy-Galerie öffnen, die schönsten Urlaubsmomente ausgraben, ausdrucken oder ausarbeiten lassen und an Plätze hängen, an denen wir jeden Tag vorbeikommen (Spint, Schreibtisch, Kühlschranktüre, Innentür der Toilette, Innenseite Ihres Kleiderkastens). Holt Urlaubsgefühle in Kopf und Bauch.

Vorfreude produzieren!

Jetzt schon den nächsten Urlaub oder die nächste Auszeit planen! Dabei muss es nicht immer die Karibik oder eine Städtereise sein. Klimaschonend mit der Freundin einen langen Samstagsspaziergang machen, ein Picknick mit den Kindern im Wald, Schwammerl suchen, mit der Partnerin oder dem Partner gemeinsam kochen oder ein Spieleabend mit Freunden – all das kann eine wunderbare Auszeit bilden, die uns aus dem Alltagstrott reißt und unseren Dankbarkeitsspeicher wieder auffüllt.

Momente der Stille planen!

Im Urlaub können wir es meist perfekt: Ein Buch lesen, einfach so am See sitzen und auf das Wasser starren, auf dem Rücken liegen und den Wolken zusehen oder auf der Luftmatratze treiben lassen. Warum nicht einfach dieses Wissen in den Berufsalltag mitnehmen? In der Mittagspause kann man auch bei offenem Fenster oder vielleicht sogar im Freien seinen Snack essen, am Feierabend kann man ebenso Ruhe-Momente einbauen, die einem helfen, den Tag zu reflektieren und neue Ideen für die kommenden Tage zu haben. Und ganz nebenbei: In der Stille (ohne Handy, Social Media, Fernsehen oder viele Menschen um sich) liegt sehr viel Kraft! Unser Blutdruck sinkt, der Körper kommt zur Ruhe und entspannt sich. Beste Burnout- und Stressprävention.

Auf den Bauch hören!

Im Urlaub essen wir meist regelmäßiger, strukturierter und gesünder (wenn auch manchmal zu viel). Im Alltag erlauben wir uns kaum Zeit für das Frühstück, vergessen oft das Mittagsessen und landen dann mit Heißhunger auf der Couch oder beim Drive-in unseres Vertrauens. Wer regelmäßig und abwechslungsreich isst und dabei vielleicht sogar wirklich auf sein Hungergefühl hört, ernährt sich bewusster und lebt gesünder. Denn längst wissen wir: Die Verdauung spielt für unsere Vitaminversorgung, Darmperistaltik und Leistungsfähigkeit eine große Rolle. Nicht umsonst wird der Darm als Sitz der Gesundheit definiert.

Nicht von null auf hundert!

„Pomali“ sagen wir in Österreich gerne, was so viel wie gemächlich oder gemütlich bedeutet. Steigen Sie nicht mit 200 km/h in Ihren Alltag ein, sondern kommen Sie erst einmal an, tauschen Sie sich mit Kollegen über Geschehenes aus (auch über den Urlaub, das stärkt das Team und die Kollegialität untereinander) und arbeiten Sie erst einmal auf, was liegenblieb bzw. was sofort sein muss. Danach strukturieren Sie sich und ordnen Ihren Tagesplan wieder, um voller Energie mit den Prioritäten beginnen zu können. Wichtig: Eins nach dem anderen (sofern Ihr Beruf das zulässt) ist besser als alles auf einmal.

Raus aus der „Geht bei mir nicht“-Falle!

„Das klingt alles recht schön, haut aber in meinem Beruf nicht hin!“ könnten Sie jetzt vielleicht sagen. Doch wie immer liegt es an uns, unseren Alltag zu gestalten, gesunde Ernährung zu wählen, einen Spaziergang der Netflix-Serie oder den Ruhemoment der Beschallung durch Musik oder soziale Medien vorzuziehen anstatt uns dem Stress, der Hektik, den To-Do-Listen und dem Gefühl „Ich müsste eigentlich schon“ hinzugeben. Drehen Sie bei Ihrem nächsten inneren Monolog einfach den Spieß um und reden Sie mit sich, wie Sie mit der BESTEN Freundin reden würden. Ein „Eigentlich sollte ich schon die Wäsche gemacht haben“ wird dann schnell ersetzt durch „Pass auf dich auf“, „Gönn dir Ruhe“ oder „Eins nach dem anderen, du hast nur dieses eine Leben!“