Die Wechseljahre treffen viele Frauen mitten im Leben. Autorin Nina Grygoriew spricht über Schlaflosigkeit, Hitzewallungen und ihren persönlichen Weg durch diese Lebensphase.
Es ist ein harmloser Brief ihrer Frauenärztin, der das Leben von Nina Grygoriew im Alter von 47 Jahren auf den Kopf stellt. „Beginnende Wechseljahre“, steht darin. Eine Nachricht, die die Journalistin aus dem Nichts erreicht. Was folgt, ist zunächst ein Schock, dann eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, über das noch immer zu wenig gesprochen wird.
Mittlerweile hat sie sich mit den Wechseljahren angefreundet und ein Buch mit dem Titel „Ausflippen“ über all das geschrieben, was sie selbst gerne früher gewusst hätte. Darin berichtet sie von einem „Ausnahmezustand“ und ruft Frauen dazu auf, auch einmal „auszuflippen“. Dabei geht es ihr aber weniger um Provokation als um Selbstermächtigung und die Frage, wie Frauen in der Lebensmitte leben wollen.
Im Gespräch erzählt Grygoriew, warum Scham noch immer eng mit dem Wechsel verbunden ist, wie Unternehmen es uns leichter machen könnten und warum man nicht als Heldin aus dieser Phase hervorgehen muss.
