Tomaten gegen Sonnenbrand? Ganz so einfach ist es nicht, dennoch kann die richtige Ernährung unsere Haut dabei unterstützen, besser mit UV-Stress umzugehen – als Ergänzung zu Sonnencreme und Co.
Die Sonne macht gute Laune, schenkt uns Sommersprossen, Urlaubsgefühle und eine leichte Bräune. Gleichzeitig ist sie aber auch einer der größten Stressfaktoren für unsere Haut. Wer schon einmal nach einem Badetag mit knallroten Schultern heimgekommen ist, weiß: Sonnenbrand ist alles andere als harmlos. „UV-Strahlung verursacht oxidativen Stress in den Hautzellen. Dabei entstehen aggressive Sauerstoffmoleküle, die Zellen, Kollagenfasern und sogar die DNA schädigen können“, erklärt Hautärztin Dr. Kerstin Ortlechner. Die Folgen zeigen sich oft erst langfristig. Neben Sonnenbrand und Pigmentflecken kann regelmäßige UV-Belastung die Haut schneller altern lassen. Sie verliert an Spannkraft, Falten entstehen früher und die Haut wirkt trockener. Noch problematischer ist jedoch das erhöhte Risiko für Hautkrebs. Dermatolog:innen warnen deshalb seit Jahren davor, ungeschützt in der Sonne zu liegen – besonders in der Mittagshitze.
Der wichtigste Schutz bleibt daher ganz klassisch: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Hut, Sonnenbrille, leichte Kleidung und ausreichend Schatten. Vor allem zwischen 11 und 15 Uhr sollte direkte Sonne möglichst gemieden werden. Trotzdem taucht seit einigen Jahren immer häufiger eine spannende Frage auf: Kann man die Haut auch von innen stärken? Tatsächlich beschäftigen sich Wissenschaft und Dermatologie zunehmend mit dem Zusammenhang zwischen Ernährung und UV-Schutz.
Die Haut isst mit
„Unsere Haut besitzt eigene Schutzmechanismen gegen UV-Strahlung. Diese antioxidativen Systeme können durch intensive Sonneneinstrahlung aber erschöpft werden“, weiß Ortlechner. Genau hier setzt die Ernährung an. Bestimmte Nährstoffe können helfen, oxidativen Stress abzufangen und Entzündungsprozesse zu reduzieren. Die Wirkung ist zwar deutlich schwächer als jene einer Sonnencreme, dennoch gibt es mittlerweile einige wissenschaftliche Hinweise.
