Wenn Angst die Sprache blockiert: Selektiver Mutismus kann das Leben von Kindern und Jugendlichen stark beeinträchtigen. Wie Annas Eltern Unterstützung fanden und neue Kraft schöpften.
Zwei Mädchen spazieren und plaudern, als wäre es das Natürlichste der Welt. Doch das ist es nicht. Denn Leichtigkeit und Reden sind für die 15-jährige Anna (Name der Redaktion bekannt) nicht selbstverständlich. Fühlt sie sich fremd oder beobachtet, verstummt sie. So wie einmal beim Skifahren: Eine Frau fragte, ob sie beim Lift mitfahren dürfe, doch Anna brachte kein Wort heraus.
Leben mit selektivem Mutismus
Später schildern ihre Eltern, wie sehr solche Situationen Anna unter Druck setzten. Allein, auf die Piste zu gehen, sei für sie bereits ein großer Schritt gewesen.
„Wir fühlen uns allein auf weiter Flur. Jede Hilfestellung mussten wir selbst recherchieren und erkämpfen.“
