Social Prescribing schafft ein Netzwerk, das Einzelne stärkt, die Gemeinschaft fördert und zur Entlastung des Gesundheitssystems beiträgt.
Jede:r Fünfte im Wartezimmer der Hausärzt:innen hat kein medizinisches Problem, sondern benötigt auf andere Art und Weise Hilfe. Oft handelt es sich um ältere oder einsame Personen oder Menschen, denen es aus verschiedensten Gründen nicht gut geht. Kurz: Individuen in prekären Lebenssituationen, die krank machen können. Genau hier setzt Social Prescribing, zu Deutsch: Soziale Verschreibung, an. „Wenn Menschen mit nichtmedizinischen, aber trotzdem gesundheitsrelevanten Bedürfnissen zu Hausärzten kommen, werden sie dabei durch speziell geschulte Fachleute, die eine sogenannte Link-Working-Funktion haben, an Hilfsangebote vermittelt“, erklärt Doris Polzer den Versorgungsansatz.
Polzer ist Geschäftsführerin des Gesundheitsdienstleisters Proges, der sich auf kommunale Gesundheitsförderung und Prävention spezialisiert hat. „Es geht darum, eine Brücke zu schlagen zwischen Gesundheitsförderung und Versorgung“, so die Gesundheitsexpertin.
