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07-08/2026

„Es ist nie zu spät“: Von der Vision zum erfüllenden Beruf

„Es ist nie zu spät“: Von der Vision zum erfüllenden Beruf
Foto: Martina Berger
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  • Veröffentlicht: 29.07.2026
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Elisabeth Koller hat nach 33 Jahren Jahren als Angestellte den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Wie sie heute als Ernährungstrainerin für das Wohlbefinden ihrer Klient:innen sorgt.

„Es ist nie zu spät, für die eigene Vision loszugehen“ – davon ist Elisabeth Koller überzeugt. Ein vierfacher Bandscheibenvorfall markierte für die heute 54-Jährige einen Wendepunkt – und brachte sie vor einigen Jahren dazu, sich intensiv mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen.

Elisabeth Koller begann eine Ausbildung zur Cranio-Sacral-Praktikerin und vertiefte parallel zu ihrem Job ihr Wissen rund um Körper und Wohlbefinden. Bald rückte auch die Ernährung in den Fokus: Während der Corona-Pandemie absolvierte sie 2020 eine Online-Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungstrainerin bei Proges und legte damit den Grundstein für ihre Selbstständigkeit. Warum Perfektionismus für sie heute keine Rolle mehr spielt und wie sie ihre Vision verwirklicht hat, erzählt sie im Interview.

Warum haben Sie sich für die Ausbildung bei Proges entschieden?
Ich war schon länger auf der Suche nach einer Ausbildung zur Ernährungstrainerin und habe verschiedene Angebote verglichen. Auf Proges bin ich eher zufällig gestoßen und hatte sofort das Gefühl: Das ist das Richtige für mich. Besonders überzeugt hat mich die Vielseitigkeit der Ausbildung, bei der wir mit drei Mentorinnen an unterschiedlichen Themen gearbeitet haben. Mein erster Eindruck hat sich dann bestätigt: Das fundierte Wissen hat uns gut für die Praxis vorbereitet. Für mich war die Ausbildung zudem der Anstoß, beruflich in eine neue Richtung zu gehen. Ziel der Ausbildung war aber nicht zwingend die Selbstständigkeit, sondern in erster Linie die Wissensvermittlung. Ich war sehr motiviert, mir noch mehr Wissen anzueignen und habe oft stundenlang weiter recherchiert und gelernt.

Welche Inhalte konnten Sie für Ihre persönliche Ernährungsweise aus der Ausbildung mitnehmen? Was haben sie zuvor noch nicht gewusst?
Schon vor der Ausbildung habe ich mich mit Sprossen und Mikrogrün beschäftigt. Ich konnte dann mein Wissen jedoch noch einmal deutlich vertiefen. Gleichzeitig wurden wir ermutigt, selbst vieles auszuprobieren – etwa Fermentieren oder Sauerteigbrot backen. So habe ich mir zahlreiche praktische Fähigkeiten angeeignet. Besonders wertvoll war für mich, ins Tun zu kommen und das Gelernte direkt umzusetzen.

Welche Inhalte sorgten für einen Aha-Effekt?
Zum damaligen Zeitpunkt war mir das Thema Omega-3-Fettsäuren noch völlig neu. In der Ausbildung haben wir dazu viel Input erhalten. Heute ist das Thema – auch im Kontext von Longevity – deutlich präsenter. Letztlich geht es jedoch nicht um das Label, sondern darum zu verstehen, wie man den eigenen Körper ganzheitlich unterstützen kann. Genau das haben wir dort gelernt.

„Die Ausbildung ist meiner Meinung nach zukunftsweisend und hat mein Leben in eine andere Richtung gelenkt.“
Elisabeth Koller

Was hat die Ausbildung zur Ernährungstrainerin in Ihrem Leben verändert? 
Die Ausbildung ist meiner Meinung nach zukunftsweisend und hat mein Leben in eine andere Richtung gelenkt. Die Inhalte waren schon damals sehr zeitgemäß und sind es auch heute noch. Teil des Abschlusses war eine Diplomarbeit, wobei die Mentorinnen betont haben, dass diese für die spätere, praxisnahe Tätigkeit als Ernährungstrainerin relevant sein sollte. Ich habe damals bereits an meiner Business-Idee gearbeitet: „Gesund leben, gesund arbeiten“ – ohne zu wissen, dass es tatsächlich in diese Richtung gehen würde. Die Diplomarbeit wurde also zur Grundlage meiner heutigen Tätigkeit.

Wie sieht Ihr Angebot genau aus?
Mit Hilfe meiner Ausbildungen kann ich die Gesundheit von Menschen ganzheitlich fördern. Zuerst ging es mit Workshops und Vorträgen los. Mittlerweile beauftragen mich Unternehmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, etwa um Ernährungsprogramme zu entwickeln und Menschen im Stressmanagement zu begleiten. Aktuell spielen auch Darmgesundheit und Menopause eine wichtige Rolle. Ich betreue Firmen, als auch Einzelkund:innen im B2B Bereich im gesamten DACH-Raum – online und gegebenenfalls vor Ort. Einzelkund:innen begleite ich dann, wenn diese ihren Lebensstil nachhaltig gesünder gestalten möchten und Trainings-Input brauchen. Dass vieles online funktioniert, habe ich bereits aus der Proges-Ausbildung mitgenommen, da sie ebenfalls digital stattfand.

Gibt es einen praktischen Tipp, den Sie für Ihre Arbeit im betrieblichen Gesundheitsmanagement noch heute empfehlen?
Meal-Prep (Anm.: Das Vorbereiten von Mahlzeiten) ist ein zentrales Tool für meine Klient:innen. Damit schaffen es Mitarbeitende, auch im Arbeitsalltag nährstoffreich zu essen und das Energielevel zu halten. Ich biete außerdem Online-Koch-Workshops und Zuckerfrei-Challenges für Unternehmen an. Viele Firmen erkennen, dass der Mensch das größte Potenzial eines Unternehmens ist. Der Wunsch, auch vermehrt Frauen zwischen 40 und 60 Jahren zu unterstützen, ist groß. Deshalb integriere ich auch vermehrt das Thema Menopause in meine Arbeit.

Zur Person

Elisabeth Koller hat über 20 Jahre in einem Bildungsbetrieb und im Marketing gearbeitet, war 33 Jahre Angestellte. 2023 hat sich die 54-jährige nach einer Ausbildung bei Proges als Ernährungstrainerin selbstständig gemacht. Sie ist außerdem zertifizierte Darmexpertin, Erwachsenentrainerin sowie Cranio-Sacral-Praktikerin, Keynote-Speakerin und hat weitere Fort- und Weiterbildungen im Gesundheitsbereich absolviert.

Sabrina Kraußler

Online-Redakteurin

Sabrina Kraußler ist seit Juli 2025 Online-Redakteurin bei „Refresh“ und „Welt der Frauen“. Die in Wien lebende Journalistin beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Psychologie, Gesundheit und Fragen rund um ein selbstbestimmtes Leben.

[email protected]

Foto: Daniela Pöll


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