Zu spät erkannte Symptome, zu hoch dosierte Medikamente, als Einbildung abgetane Beschwerden: Digital-Chefredakteurin Leonie Zimmermann spricht mit Gesundheitspsychologin Katharina Hotter und Soziologin Sylvia Gaiswinkler darüber, warum Frausein nach wie vor ein gesundheitliches Risiko darstellt. Denn zwischen Frauen und Männern klafft eine Lücke in der medizinischen Versorgung, die sich nicht nur in der Forschung zeigt – wo der männliche Körper lange Zeit als Maßstab und der weibliche als Abweichung davon galt –, sondern auch in der alltäglichen Praxis. Diese Lücke hat einen Namen: der „Gender-Health-Gap“. Die Expertinnen fordern: Wir brauchen endlich eine gendergerechte Gesundheitsversorgung.
