Feminismus und das Patriarchat machen müde. Denn der Kampf und die Diskussionen hören nicht auf, es kommen immer wieder neue Fälle ans Licht, zu denen Frauen nicht schweigen sollten. Eine Bestandsaufnahme.
Es ist nicht leicht, mit Männern zu leben. War es laut meiner Oma nie. Aber gerade kommt man nicht umher, Gespräche zu führen, die sich wie Aufklärungsarbeit anfühlen. Denn Tag für Tag kommt ein neuer Skandal ans Licht: Weißmann, Seiler, Ulmen, Epstein. Alles Fälle, in denen Frauen oder Kindern (es gilt die Unschuldsvermutung) mutmaßlich Unrecht angetan wurde. Und Männer genau das Verhalten an den Tag legen, wieso viele von uns lieber allein mit dem Bären im Wald sind. Oder im Internet. Und während die Frauen in meinem Umfeld zwar erschüttert, aber nicht überrascht sind, sieht das Feedback von den Männern oft anders aus.
„Mit der Erschöpfung, die ich empfinde, bin ich nicht allein. Sie hat sogar einen Namen: Feministischer Burnout.“
