Aus angeschwemmten PET-Flaschen, Bürsten und anderen Plastikteilen kreiert die Klangkünstlerin Crystn Hunt Akron multivisuelle Hörerlebnisse und regt zum Nachdenken an.
Die Idee entstand während eines Corona-Lockdowns. „Ich habe mich mit Bio-Lebensmitteln eingedeckt und hatte irgendwann einen Berg an Plastikmüll. Ich dachte mir: Das darf doch nicht wahr sein!“ Crystn Hunt Akron, die eigentlich Christine Hinterkörner heißt, begann, über Plastikverschmutzung zu recherchieren und stieß auf erschütternde Fakten: „Mehrere Millionen Plastikteile gelangen jedes Jahr ins Meer. Plastik hält ewig, verschmutzt die Ozeane.“ Darüber hinaus nehmen wir täglich Mikroplastik zu uns. Pro Woche essen wir in etwa eine Scheckkarte. Höchste Zeit also, etwas zu verändern! Crystn Hunt Akron rückte mit großen Müllsäcken an die Linzer Donau aus und kam mit prall gefüllten Beuteln – voller Plastikflaschen, Dosen, Kanister, Taschen und Lockenwickler – wieder zurück. Was an der Donau begann, setzte sie gemeinsam mit Greenpeace und Umweltschützer:innen an den Stränden Mallorcas, in Süditalien, Barcelona und Odessa fort. Dort sammelte die Oberösterreicherin das Plastik, das das Meer angespült hatte.
Weil sie Geräusche inspirieren, begann die Klangkünstlerin, mit dem gesammelten Müll zu experimentieren. Dabei stellte sie fest, dass unterschiedliche Plastikteile unterschiedliche Geräusche erzeugen und entwickelte so das Konzept „Plasticphonia“, bei dem sie Musik daraus macht.
