Longevity ist derzeit das Thema schlechthin. Kein Wunder, denn wer will nicht gesund altern? Ernährung spielt dabei eine große Rolle. Doch zwischen Superfoods, Fastentrends und Zell-Hacks stellt sich die Frage: Was davon lohnt sich im Alltag?
Sabine steht im Supermarkt vor der Kühltheke und versucht, das eine Joghurt unter vielen zu finden, das ihre aktuell sehr strengen Longevity-Ernährungskriterien erfüllt. Seit fünf Minuten studiert sie Zutatenliste um Zutatenliste. Zucker? Raus. Zusatzstoffe? Raus. Künstliche Aromen? Auch raus. Am Ende liegt ein mikrobiomfreundliches Superfood-Joghurt mit probiotischen Mikroorganismen und extra Ferment-Power im Einkaufswagen und täuscht nur leicht über Sabines schlechtes Gewissen hinweg, weil sie gestern ein Stück Salamipizza gegessen und die Reste des Schoko-Osterhasen weggenascht hat. Bestimmt hat sie dieser sündige Abend mindestens zwei gute Jahre ihrer gesunden Lebenszeit gekostet – willkommen im Longevity-Zeitalter, in dem plötzlich alles, was wir essen, über unsere Lebensdauer zu entscheiden scheint.
Die ideale Longevity-Kost
Longevity, also möglichst lange gesund zu leben, ist derzeit eines der großen Themen zwischen Selbstoptimierung, Social Media und Wissenschaft. Dahinter steckt ein ernstzunehmender Ansatz: Nicht alt werden, sondern gesund alt bleiben, lautet das Ziel. Und genau hier kommt die Ernährung ins Spiel. Aber wie sieht sie nun aus, die ideale Longevity-Kost? Tatsächlich ist sie weniger kompliziert, als Sabine im Supermarkt vermutet. Im Kern geht es um eine vorwiegend pflanzenbasierte, möglichst unverarbeitete Kost. Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte sowie gesunde Fette aus Nüssen, Samen oder Olivenöl. Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel sollten hingegen vermieden werden.
