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Literatin Franziska Füchsl: Schreiben als Ventil für die Wut

Literatin Franziska Füchsl: Schreiben als Ventil für die Wut
Foto: Reinhard Öhner/Wienbibliothek
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  • Veröffentlicht: 03.03.2026
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Franziska Füchsl stellte „Welt der Frauen“ exklusiv einen unveröffentlichten Text zur Verfügung. Was das Schreiben für sie bedeutet, erklärt sie im Kurzinterview.

Wie Sind Sie zum Schreiben gekommen?
Anfänglich, weil ich ein Ventil für meine Wut brauchte. Dann hat mich die Funktionsweise von Sprache zu interessieren begonnen und wie sie sich absichtlich durcheinanderbringen lässt für frische Blicke und verschrobene Wachheit.

Was bedeutet Ihnen das Schreiben?
Ich brauche nicht viel zum Schreiben. Es ist eine leistbare Kunst. Mit dem Schreiben komme ich ins Denken. Und ich versuche am Denken zu bleiben wie jemand, die am Leben bleiben will, weil sie fühlt, dass uns das Denken allzuoft aus der Hand genommen wird, als wäre es ein Service. Dasselbe gilt fürs Empfinden.

Worum geht es in Ihren Werken?
Um die Mühen und die Absurditäten des Zusammen- oder Aneinander-Vorbei-Lebens, etwa wenn Wohlstandsverwahrlosung und Armut einander schrammen. Um Schelmenfiguren, die Verbindlichkeit nicht scheuen, und um Natur als Souvenir.

Was möchten Sie mit Ihren Werken erreichen?
Dass etwas hängen bleibt und im besten Fall sogar etwas überspringt und sich in der anderen Person verselbstständigt.

Text von Franziska Füchsl

Franziska Füchsl stellte „Welt der Frauen“ exklusiv einen Auszug aus ihrem Text „Am Rande der Müh“ zur Verfügung – zu lesen unter diesem Link.

Cover: Thanhäuser

Franziska Füchsls kompletter Text „Am Rande der Müh“ erscheint im März 2026 in der Edition Thanhäuser.

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