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11/12/25

Künstliche Befruchtung: Die wichtigsten Methoden im Überblick

Künstliche Befruchtung: Die wichtigsten Methoden im Überblick
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  • Veröffentlicht: 19.12.2025
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Die moderne Medizin hat viele Möglichkeiten geschaffen, die Familiengründung zu beschleunigen oder hintanzustellen. Die gängigsten und wichtigsten Methoden – und wie sie funktionieren im Überblick.

In Österreich sind zehn bis 15 Prozent der Paare ungewollt kinderlos. Mehr als jede zehnte Frau wird nicht auf natürlichem Wege schwanger. Die moderne Medizin bietet glücklicherweise zahlreiche Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit zu unterstützen.

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Hormonbehandlung 

Die hormonelle Stimulation soll den Eisprung fördern und wird oft mit anderen Methoden kombiniert. 

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Intrauterine Insemination (IUI)

Bei der künstlichen Befruchtung im Körper wird aufbereitetes Sperma mit einer Spritze direkt in die Gebärmutter eingebracht. Die Erfolgschancen liegen je nach Alter der Frau und anderen Faktoren bei vier bis 15 Prozent.  

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In-vitro-Fertilisation (IVF)

Eizelle und Spermien treffen sich außerhalb des Körpers – im Reagenzglas. Bei erfolgreicher Befruchtung werden die Eizellen nach ein paar Tagen in die Gebärmutter eingesetzt. Eine Variante, die vor allem bei Unfruchtbarkeit des Mannes eingesetzt wird, ist die ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion): Ein einzelnes Spermium wird mit einer feinen Nadel direkt in die Eizelle injiziert, während sich bei der klassischen IVF die Eizelle und das Spermium in einer Schale „von selbst befruchten“.  

Anmerkung: In Österreich ist beides erlaubt und wird unter gewissen Voraussetzungen zu 70 Prozent von der Krankenkasse mitfinanziert: Unter anderem muss die Frau bei Behandlungsbeginn unter 40 Jahre alt sein, das Paar muss in einer Ehe oder notariell beglaubigten Partnerschaft leben. Vor Kurzem haben deshalb 22 alleinstehende Frauen für ein Recht auf künstliche Befruchtung vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) geklagt. In Dänemark, Deutschland, Frankreich oder Spanien haben auch Singles Zugang zu Kinderwunschbehandlungen.  

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Eizellenspende

Die Eizellen der Spenderin werden im Labor mit Spermien befruchtet und der Empfängerin eingesetzt. Das Kind ist also nicht mit der Mutter verwandt, die es in ihrem Körper austrägt. In Österreich war die Eizellenspende bis 2015 verboten. Seitdem ist sie mit strengen Auflagen erlaubt: Spenderinnen müssen zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, es darf nur eine Aufwandsentschädigung und kein Honorar gezahlt werden, die Spende muss „offen“ sein: Ab dem 14. Lebensjahr hat das Kind ein Recht auf Auskunft über die Spenderin. Empfängerinnen dürfen nicht älter als 45 Jahre sein und müssen in einer Partnerschaft leben. Anonyme Eizellenspenden sind verboten. Manche Paare reisen wegen dieser Auflagen für eine Spende in Länder, in denen andere Regelungen gelten.  

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Samenspende

Ist die Spermienqualität des Partners stark eingeschränkt oder sind keine Spermien vorhanden, kann Sperma eines anonymen Spenders verwendet werden. Die Behandlung selbst läuft dann meist über eine Insemination (IUI) oder IVF/ICSI ab und wird auch von lesbischen Paaren genutzt. In Österreich gelten die gleichen Regeln wie bei der Eizellenspende: Der Spender muss zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, das Kind hat mit 14 Jahren das Recht, seine Identität zu erfahren.  

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Social-Egg-Freezing

Unbefruchtete Eizellen werden entnommen und in flüssigem Stickstoff eingefroren. Der Zusatz „Social“ bedeutet in diesem Fall, dass dies nicht aus medizinischen Gründen erfolgt. In Österreich ist Social-Egg-Freezing derzeit noch verboten. Eizellen einzufrieren, ist nur aus medizinischen Gründen erlaubt, wie zum Beispiel bei einer Chemotherapie oder Endometriose, bei der sich die Fruchtbarkeit oft laufend verschlechtert. Gesunde Frauen, die ihren Kinderwunsch auf später verschieben möchten, weichen deshalb manchmal ins Ausland aus. Im Mai hat eine Frau vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) für ein Recht auf Social-Egg-Freezing geklagt, im Oktober entschied der VfGH schließlich, das Verbot aufzuheben. 

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