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06/2026

Schönheits-OP mit Folgen: Lena Kraxner über ihre Nasenkorrektur

Schönheits-OP mit Folgen: Lena Kraxner über ihre Nasenkorrektur
Foto: privat
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  • Veröffentlicht: 10.06.2026
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Lena Kraxner ließ sich kurz vor ihrem 18. Geburtstag die Nase korrigieren – mit schwerwiegenden Folgen. Auf Instagram und Tiktok spricht sie offen über ihre Erfahrungen.

Bereits im Volksschulalter war Lena Kraxner äußerst unzufrieden mit ihrer Nase. „Von meinen Mitschüler:innen wurde ich gemobbt: Du siehst aus wie eine Hexe.“ Sie habe sich sehr unsicher gefühlt und versuchte stets, sich so hinzustellen, dass sie niemand von der Seite aus sah.  

Mit 15 vertraute sie sich ihrer Mutter an und teilte ihr mit, dass sie gerne etwas an ihrer Nase verändern lassen würde. „Ich war überrascht, dass sie nicht versucht hat, es mir auszureden, sondern dass sie mit mir zu einer Ärztin gegangen ist.“ Von dieser fühlte sich Kraxner jedoch nicht ernst genommen. Ihr Wunsch blieb bestehen. Gemeinsam mit ihrer Mutter begann sie, im Internet zu recherchieren, und schließlich fanden sie einen deutschsprechenden Arzt in Slowenien, der die Nasenkorrektur durchführen sollte.

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag ließ Kraxner sich operieren – die OP war ihr Matura- und Geburtstagsgeschenk. Auch die Großeltern unterstützten sie finanziell: „Sie haben mitbekommen, wie sehr es mich belastet hat.“ Während ihre Klassenkolleg:innen auf Maturareise fuhren, lag Kraxner mit dickem Verband, geschwollenem Gesicht und Schmerzen im Bett.  

„Die Nase fühlte sich brüchig an und ich bekam schlechter Luft.“
Lena Kraxner

Als die Symptome abgeklungen waren, war die junge Frau anfangs „sehr happy“ mit ihrer Nase, doch mit der Zeit begannen die Probleme: „Die Nase fühlte sich brüchig an und ich bekam schlechter Luft.“ Wie sich im Nachhinein herausstellte, war bei der Operation offenbar zu viel Knorpel abgetragen worden. 

Die Nase wurde mittlerweile in Österreich von einem HNO-Arzt korrigiert. Um sie zu stabilisieren, musste ein Rippenknorpel entnommen werden. „100-prozentig zufrieden bin ich immer noch nicht“, sagt die Jus-Studentin. „Aber es ist auf jeden Fall eine Verbesserung.“

Auf Instagram und TikTok teilt Lena Kraxner unter „lifebylena“ ihre Erfahrungen und warnt davor, Schönheitsoperationen zu verharmlosen: „Man sollte sich gut und umfassend bei Ärzt:innen informieren.“ Zugleich ist ihr ein offener Umgang mit dem Thema aus mehreren Perspektiven wichtig: „Man sollte keine Scham haben, darüber zu sprechen. Schönheitsoperationen sind oft sehr negativ behaftet: dass man das unüberlegt macht oder nur wie ein Star aussehen möchte.“ Aber es könne auch ein Leidensdruck dahinterstecken: „Und man kann dadurch an Lebensqualität gewinnen.“ 

Julia Langeneder

Redakteurin

in Linz geboren, schon während und nach dem Publizistik- und Französisch-Studium in Salzburg und Paris bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen in unterschiedlichen Ressorts, seit 14 Jahren als Redakteurin für Welt der Frauen tätig. Leidenschaft für Familien- und Frauenthemen, Psychologie, Kultur, Nachhaltigkeit und Gesundheit, gerne unterwegs beim Wandern, Radfahren oder mit dem Campingbus.

[email protected]

Foto: Alexandra Grill


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