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11/12/25

Hustensaft, Tinktur und Co.: Rezepte aus der Waldapotheke

Hustensaft, Tinktur und Co.: Rezepte aus der Waldapotheke
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  • Veröffentlicht: 12.11.2025
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Der Wald birgt heilsame Kräfte, die Kräuterexpertin Sabine Eilmsteiner in ihrem Buch „Die große Waldapotheke“ weitergibt. Sie hat uns drei Rezepte daraus zur Verfügung gestellt.

Die geballte Kraft des Waldes hortet Sabine Eilmsteiner im Keller. Gläser voller getrockneter Pflanzen, Pulver und Tinkturen stehen am Regal. Die gelernte Krankenschwester kennt die heilsamen Kräfte des Waldes und vermittelt sie nicht nur in ihrem Buch, sondern auch in Seminaren. Den „Welt der Frauen“-Leser:innen stellt sie drei wirkungsvolle Rezepte zur Verfügung.

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Isländisches Moos 

Sammelzeit: ganzjährig, weil die Pflanze teilweise unter Naturschutz steht, nur in kleinen Mengen bei größeren Vorkommen 

Anwendung als: Hustenhonig – süßer Vorrat für die Erkältungszeit

Wirkung: schleimlösend und hustenlindernd.

Zutaten:
1 Teil Isländisches Moos
2 Teile flüssiger Waldhonig 

Anleitung:

  • Isländisches Moos gut unter Wasser reinigen und 1 Tag trocknen lassen.
  • Danach die klein geschnittene Flechte abwechselnd mit Honig in ein kleines Schraubglas schichten. Die letzte Schicht sollte aus Honig bestehen.
  • Das Schraubglas gut verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort für 3 Monate bzw. 3 Mondphasen abstellen.
  • Nach dem Auszug der Inhaltsstoffe den Honig durch ein Sieb seihen und in einem ausgekochten Glas kühl und dunkel lagern. 

Anwendung: Bei Husten 3 x täglich 1 EL Honig einnehmen. 

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Brunnenkresse 

Sammelzeit: Dezember bis Mai 

Anwendung als: Brunnenkressetinktur

Wirkung: Steigert die Abwehrkräfte. 

Zutaten:
1 kleine Handvoll frische Brunnenkresse

70 ml Kornschnaps (mind. 40 % Vol.)

Anleitung:

  • Ein kleines Schraubglas mit Brunnenkresse füllen und mit Kornschnaps aufgießen.
  • Gut verschlossen an einem halbschattigen Ort für ca. 6 Wochen ausziehen lassen und gelegentlich schütteln.
  • Nach dem Abseihen durch einen Kaffeefilter in einem Pipettenfläschchen etikettiert und lichtgeschützt lagern.
  • Zur Immunstärkung oder bei Menstruationsstörungen können 3 x 9 Tropfen am Tag eingenommen werden. 
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Eichel 

Sammelzeit: Oktober bis März 

Anwendung als: Eichelkaffee 

Wirkung: Das nussige Getränk hilft nach längerer Krankheit wieder auf die Beine – ohne Koffein und glutenfrei! 

Zutaten:
1 Handvoll Eicheln
½ TL Natron
Wasser 

Anleitung:

  • Eicheln zum leichteren Schälen einige Tage im Haus nachtrocknen oder auf einem Backblech in noch feuchtem Zustand für wenige Minuten im Ofen bei 150 °C backen.
  • Mit einem Nussknacker öffnen und mit einem kleinen Keramikmesser die Schale und die braune Haut entfernen. Wurmstichige und dunkel verfärbte Exemplare aussortieren.
  • In grobe Stücke zerkleinern, die weißen Eicheln für mehrere Stunden in lauwarmes, mit Natron versetztes Wasser einlegen.
  • Aus dem verfärbten Wasser abseihen und erneut in frisches Wasser einlegen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis das Wasser klar bleibt. Das kann  durchaus 1–2 Tage in Anspruch nehmen.
  • Nach dem Abseihen Eicheln in ca. 0,5 mm große Stückchen hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne Öl bei geringer Hitze ca. 20–30 Minuten goldbraun rösten.
  • In einer Kaffeemühle mahlen oder mithilfe eines Mörsers, Mixers etc. zu feinem Pulver verarbeiten.
  • Das Pulver in einen Teebeutel füllen und mit  kochendem Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen, wahlweise mitZucker und/oder Gewürzen verfeinern.
  • Da sich der Eichelkaffee nicht sehr lang hält, empfiehlt es sich, immer nur kleine Mengen herzustellen.

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