Sabine Eilmsteiner schöpft Kraft und findet Heilung im Wald. Uns hat die Autorin verraten, welche Wirkstoffe in Pflanzen, Kräutern und Pilzen stecken.
Wir sind noch gar nicht richtig im Tann am Predigtberg in St. Leonhard bei Freistadt, da streckt uns schon der erste Waldbewohner seine „Wedel“ entgegen. „Der Wurmfarn eignet sich zur äußerlichen Anwendung bei Schmerzen des Bewegungsapparates“, erklärt Sabine Eilmsteiner die heilsame Wirkung, während sie sich an der Schönheit (je)der Pflanze erfreut.
Von einer innerlichen Anwendung, also dem Verzehr von Wurmfarn, rät die Kräuterexpertin allerdings dringend ab, auch wenn dies in der Vergangenheit praktiziert worden sei: „Früher haben Menschen bei Wurmbefall einen Sud aus Wurmfarn gekocht und diesen samt Abführendem getrunken.“ Weil der Farn jedoch giftig ist, habe eine zu hohe Dosis für manche tödlich geendet.
Sabine Eilmsteiner (45) stammt aus einer sehr naturverbundenen Familie aus Reichenthal im Mühlviertel und ist schon als kleines Mädchen mit ihrer Oma Kräuter sammeln gegangen. Ihre Eltern sind Expert:innen für Pilze. Eilmsteiner, ausgebildete Krankenschwester und in Teilzeit im Krankenhaus tätig, begeistert sich für die gesamte Natur und deren Heilkräfte. „Ich liebe es, zu wandern, unterwegs zu sein, Käfer zu beobachten, Heilpflanzen zu pflücken und daraus Salben und Teemischungen oder Räucherwerk herzustellen.“ Als Natur- und Landschaftsvermittlerin gibt sie ihr Wissen in Seminaren an Interessierte weiter. Vor Kurzem hat sie ihr viertes Buch unter dem Titel „Die große Waldapotheke“ veröffentlicht.
