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Ingrid Brodnig: So können wir gegen Hass im Netz aufstehen

Ingrid Brodnig: So können wir gegen Hass im Netz aufstehen
Foto: Gianmaria Gava
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  • Veröffentlicht: 20.03.2026
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Je sichtbarer Frauen sind, desto größer ist die Gefahr, Ziel von Hass im Netz zu werden. Wie diese „Rhetorik der 1.000 Nadelstiche“ wirkt, erläutert Autorin Ingrid Brodnig im Gespräch.

Sind Politikerinnen leichter als andere Frauen Ziel für Angriffe im Netz?
Ja, aber Sichtbarkeit ist für Frauen allgemein eine Gefahr. Je sichtbarer ich bin, umso größer ist die Gefahr, dass ungute Personen oder auch Hass-Communitys sich an mir abarbeiten. Bei Politikerinnen kommt hinzu, dass es auch Menschen gibt – selbst 2026 –, die meinen, Politik ist kein Ort für Frauen. Politikerinnen sind Ausdruck der Gleichstellung, und auch dafür werden sie angefeindet.   

Was wird mit diesen Anfeindungen erreicht? 
Ein gewisser Rückzug. Ein Beispiel: Eine junge deutsche Bundestagsabgeordnete hat mir erzählt, dass es auf  X, der Plattform von Elon Musk, für sie so schlimm wurde, dass sie kaum noch dort ist. Da schrieben Leute unter ihren Account: „Wie viel Scheiße kann ein Mensch labern?“ Oder, weil sie Migrationshintergrund hat: „Du nix Grammatik.“ Sie wurde als Lügnerin bezeichnet und es hieß: „Schluck deine Pillen und denk über eine Therapie nach.“  Stellen Sie sich vor, jedes Mal, wenn Sie die App aufmachen, lesen Sie so etwas! Die Wahrscheinlichkeit ist dann bei Frauen größer als bei Männern, dass sie sich zurückziehen. Auch weil sie das mehr beunruhigt. 

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Melanie Wagenhofer

Chefredakteurin Print und Podcast

Ein Nachrichtenjunkie vertieft sich: Nach vielen Jahren im Tagesgeschäft liebt Melanie Wagenhofer es, sich ausführlich mit dem, was Frauen bewegt, zu beschäftigen und darüber zu schreiben – vorzugsweise, wenn es dabei um Zeitgeschichte, Kultur, Reisen, Kulinarik und besondere Menschen geht. Die gebürtige Mühlviertlerin hat Deutsch und Geschichte studiert und mehrere Bücher geschrieben.

[email protected]

Foto: Barbara Aichinger


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