Haie gelten als gnadenlose Killer. Zu Unrecht, sind sich Expert:innen einig. Wie sich das Image der Tiere korrigieren und ihr Schutz stärken lässt, darüber gehen die Meinungen jedoch auseinander.
Es sind nur zwei tiefe Töne einer Filmmusik. Langsam anschwellend kündigen sie eine tödliche Bedrohung an, die in den Tiefen des Meeres lauert und auf ihr nächstes Opfer wartet. Mehr als 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung sind „Der weiße Hai“ und sein berühmt-berüchtigter Soundtrack längst Teil des kollektiven Gedächtnisses – und haben den Ruf einer der ältesten Tiergruppen der Erde nachhaltig geprägt. Bis heute gelten Haie – nicht zuletzt aufgrund zahlreicher ähnlicher Produktionen – als blutrünstige Killer, die wahllos Menschen angreifen und bereits durch den kleinsten Tropfen Blut in einen regelrechten Rausch verfallen.
Obwohl Forscher:innen seit Jahren gegen dieses Bild arbeiten, hatte auch ich es verinnerlicht. Nicht nur im Urlaub am Meer, sondern sogar in Seen schweifte mein Blick immer wieder ängstlich zum Grund – aus Furcht, dort plötzlich die Silhouette eines Hais zu entdecken.
