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Worum geht es im „Club Rosenkranz“, Frau Brandstetter?

Worum geht es im
Foto: Alexandra Grill
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  • Veröffentlicht: 25.08.2025
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Pastoralvorständin Katharina Brandstetter erklärt im Interview, was ihr bei ihrer Arbeit wichtig ist, was Glaube für sie bedeutet und was es mit dem „Club Rosenkranz“ auf sich hat.

Sie sind als Pastoralvorständin im Steyrtal (OÖ) tätig und stammen aus einer Familie voller Theolog:innen: Sowohl Ihre Eltern als auch Ihre Schwester üben diesen Beruf aus. Was ist es, das Sie besonders an Ihrem Tätigkeitsfeld begeistert?
Die Beziehungsarbeit, also der direkte Kontakt mit Menschen, egal, ob jung oder alt. Dabei ist es mir jedoch wichtig, zu betonen: Ich bin keine Streetworkerin, das Fundament ist mein Glaube. Ich versuche, all meine Begegnungen aus dieser Perspektive zu betrachten und zu fördern.

Dass Ihnen besonders auch junge Menschen am Herzen liegen, zeigt sich unter anderem anhand des „Club Rosenkranz“. Worum handelt es sich dabei und wie kam es zur Gründung des Clubs?
Der vor etwa drei Jahren im Zuge der Firmvorbereitungen entstandene Club ist ein großes Geschenk für mich. Ein Jahr nach der Firmbegleitung lud ich alle Firmlinge zu einer Fußwallfahrt nach Mariazell ein. Anfangs war ich enttäuscht, weil sich nur vier Buben meldeten. Dann dachte ich mir aber: Die vier werden die Richtigen sein. Tatsächlich war es ein Erfolg, schließlich meinte einer der Burschen, er würde sich gerne öfter treffen. So kam der Wunsch auf, das Rosenkranzbeten zu lernen. Im ersten Moment dachte ich, das sei ein Witz, doch sie meinten es ernst. Also organisierte ich einen Rosenkranz-Workshop, es folgten regelmäßige Treffen.

Anfangs nannten sie sich die „Rosenkranzbuam“ und organisierten alles wie in einem richtigen Verein: Jede und jeder hatte einen bestimmten Aufgabenbereich, und ich wurde zur Obfrau „gewählt“. Mittlerweile hat der Club mit Paula auch ein Mädchen dazugewonnen, weshalb wir uns in „Club Rosenkranz“ umbenannt haben. Mich beeindrucken die Leichtigkeit und die Ernsthaftigkeit, mit der diese jungen Menschen an das Leben und an den Glauben herangehen.

Was bedeutet der Glaube für Sie persönlich, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext betrachtet?
Hoffnungsträgerin zu sein und zu vertrauen, dass das Leben es gut mit einem meint. Abgesehen davon könnte ich mir ein Leben ohne meine kirchlichen Traditionen nicht vorstellen.

Mehr Info: dioezese-linz.at

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