Knapp 30 Prozent der Frauen in Österreich würden anders verhüten, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Was passiert, wenn finanzielle Hürden wegfallen? Ein Pilotprojekt zeigt spannende Ergebnisse.
Egal in welcher Lebensphase: Eine Szene wiederholt sich. Freundinnen sitzen zusammen, ein Glas Wein in der Hand, und irgendwann landet das Gespräch bei der Verhütung. Wer nimmt noch die Pille? Wer hat die Spirale einsetzen lassen? Wer hatte Nebenwirkungen? Wer vertraut auf Kondome – oder auf Glück?
Mit 16 taucht das Thema zum ersten Mal auf. Mit 30 wird neu entschieden. Nach einer Geburt, nach einer Trennung, kurz vor der Menopause: Das Thema kommt immer wieder zurück. Verhütung begleitet viele Frauen über Jahrzehnte. Sie beeinflusst Gesundheit, Sexualität, Partnerschaft und finanzielle Spielräume.
In Österreich gilt Verhütung als Privatsache – inklusive der Ausgaben. Laut Verhütungsbericht 2024 würden knapp 30 Prozent der Frauen anders oder überhaupt verhüten, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Weitere 7,3 Prozent würden regelmäßiger verhüten. In Vorarlberg wird seit Herbst 2024 getestet, was passiert, wenn diese finanzielle Hürde fällt.
