Allein, aber nicht einsam: Immer mehr Frauen verreisen bewusst ohne Begleitung. Warum Soloreisen Ausdruck von Freiheit, Spontanität und Selbstbestimmung sind.
Frauen sind wahre Reiseinfluencerinnen: Aktuell sind 64 Prozent der weltweiten Reisenden weiblich. Gleichzeitig treffen sie rund 82 Prozent aller Reiseentscheidungen – von der Wahl des Reiseziels über die Unterkunft bis hin zu Ausflügen und Aktivitäten. Sie buchen nicht nur für sich selbst, sondern organisieren häufig auch Urlaube für ihre Partner, Familien oder Freundeskreise. Damit sind Frauen längst die wichtigste wirtschaftliche Kraft im globalen Tourismus.
Frauen treffen aber nicht nur die meisten Reiseentscheidungen, sondern übernehmen auch den Großteil der Organisation. Das steigert den Mental Load, der sie selbst im Urlaub nicht loslässt. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Frauen danach sehnen, einmal nur für sich selbst da zu sein – ohne ständig an die Bedürfnisse anderer zu denken. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider, denn das Segment der alleinreisenden Frauen wächst besonders dynamisch: Bis zum Jahr 2033 soll der weltweite Solo-Reisemarkt für Frauen von rund 484 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 1.429 Milliarden Euro wachsen – ein Plus von fast 200 Prozent.
Freiheit statt Kompromisse
Warum entscheiden sich immer mehr Frauen dafür, allein zu verreisen? Die Antworten fallen weltweit erstaunlich ähnlich aus. An erster Stelle steht der Wunsch nach Freiheit und Flexibilität: 87 Prozent nennen dies als wichtigsten Beweggrund. Den eigenen Rhythmus bestimmen, spontan sein, ganz bei sich bleiben – das macht den besonderen Reiz des Alleinreisens aus.
