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23. März: Eine heiße Sohle aufs Parkett legen

Fastenbegleiterin und „Welt der Frauen“-Redakteurin Renate Stockinger begleitet Sie von Aschermittwoch bis Karsamstag durch die Fastenzeit. Ihr Impuls für Tag 22.

„Früher war alles leichter“, heißt es oft. Und ja, im Laufe des Lebens und besonders in den vergangenen zwei Jahren haben wir vielleicht etwas von der Leichtigkeit vergangener Jahre verloren. Das darf sein. Heißt aber nicht, dass wir uns nicht wieder etwas von dieser Leichtigkeit zurückholen und durchs Leben tanzen können. Dazu müssen wir nicht einmal auf geeignete Veranstaltungen warten, das können wir auch so. Muss ja kein Standardtanz sein (außer, Sie möchten das gerne, dann nur zu).

Ob mit Musik oder ohne, und ob Sie von sich glauben, kein Gefühl für die Kombination von Takt und Bewegung zu besitzen – ganz egal. Legen Sie im Rahmen Ihrer körperlichen Möglichkeiten (immer im schmerzfreien Bereich und natürlich mit geeigneten Schuhen oder rutschfesten Socken) eine heiße Sohle aufs Parkett Ihres Lebens und beobachten Sie, was das mit Ihnen macht. Tanzen kurbelt unseren Stoffwechsel an, macht uns fitter und gelenkiger, wir werden so richtig schön durchgeschüttelt und gelockert (unsere Faszien lieben es!), unsere inneren Organe erhalten eine Gratismassage. Und: Es hebt die Stimmung. Das können wir direkt spüren und gerade jetzt wirklich gut gebrauchen, oder?

Also starten wir doch einfach schon in der Früh mit einem kleinen Tänzchen. Beim Zähneputzen sanft die Hüften schwingen und in die Küche tänzeln statt müde schlurfen. Auch während wir uns einen warmen Hafer- oder Hirsebrei mit Apfel und Zimt fürs Frühstück zubereiten, können wir ganz leicht vor uns hin wippen, oder? Eben. Je nach Ihren körperlichen Möglichkeiten (bei Problemen mit dem Bewegungsapparat, Verletzungen, Krankheiten und Unklarheiten bitte eine Ärztin oder einen Arzt beiziehen) können zur Beinarbeit natürlich auch die Arme zum Einsatz kommen.

Und lassen Sie sich nicht irritieren durch etwaige Blicke von MitbewohnerInnen oder Haustieren. Das legt sich bald – ich berichte aus Erfahrung. Bei mir reagieren mittlerweile weder Mann noch Katze, wenn ich mir zum Beispiel für meinen Teil der Hausarbeit die drahtlosen Kopfhörer aufsetze, mir über Handy meine Lieblingsmusik anwerfe und putzend durchs Haus tanze. Oder tanzend durchs Haus putze?

Wie auch immer – die Katze, die mich die ersten Male ziemlich fassungslos und mit weit aufgerissenen Augen beobachtet hat, kostet das inzwischen nicht einmal mehr ein Blinzeln. Und auch der Mann hat sich daran gewöhnt. Die Katze legt mittlerweile sogar ein Tänzchen mit mir aufs Parkett (laut schnurrend auf meinem Arm). Der Mann ist noch nicht ganz so weit – aber vielleicht kommt das noch, wer weiß?

Renate Stockinger FastenbegleitungIn diesem Sinne: Tanzen wir durch unser Leben!

Ihre Renate Stockinger

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