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30. März: Das mach ich doch mit links (rechts)

Fastenbegleiterin und „Welt der Frauen“-Redakteurin Renate Stockinger begleitet Sie von Aschermittwoch bis Karsamstag durch die Fastenzeit. Ihr Impuls für Tag 29.

Wie bereits in einem vorangegangenen Beitrag erwähnt, hat vieles an unserer Ernährungsweise mit Gewohnheit zu tun. Deshalb kann das Durchbrechen unserer Routine auch helfen, unsere oft über Jahrzehnte richtiggehend einzementierten Essensgewohnheiten etwas aufzubrechen.

Motto des heutigen Tages könnte also sein: „Das mach‘ ich doch mit links (oder rechts, wenn Sie LinkshänderIn sind)!“ Erledigen wir doch heute einfach einmal all jene Arbeiten, die wir sonst ganz selbstverständlich mit unserer dominanten Hand umsetzen, mit der anderen, der nichtdominanten Hand. Also fast alle. Beim Gemüseschnippeln oder bei handwerklichen Arbeiten bin ich persönlich ja etwas vorsichtig. Wir wollen schon alle Finger gut durch den Tag bringen.

Aufbau neuer Nervenbahnen

Aber Zähne putzen, Lichtschalter und Türklinken betätigen, Bücher sortieren, nach einem Glas greifen und Wasser eingießen (und vielleicht so wie ich bei den ersten Malen dann im Anschluss aufwischen, was danebengegangen ist), die Katze streicheln, Gemüsesuppe umrühren und essen oder das Ofengemüse wenden, die Jacke anziehen, Post öffnen, auf dem Handy wischen und tippen, Geschirr einräumen, die Computermaus betätigen, die Uhr auf dem anderen Handgelenk tragen – was auch immer wir ohne Gefahr für Leib und Leben erledigen können: Tun wir’s!

Auch umgekehrt. Lassen wir unsere Hände die Rollen tauschen. Lassen wir auch die dominante Hand Arbeiten erledigen, die sie nicht kennt. Fühlt sich seltsam an? Bei mir auch. Entschleunigt aber nicht nur und verschafft eine neue Achtsamkeit während der Tätigkeiten, vielleicht sogar Respekt der dominanten Hand gegenüber, was die den ganzen Tag über so ganz selbstverständlich alles erledigt, wir tun damit auch noch unserem Denkorgan Gutes.

Die nichtdominante Hand zu trainieren und umgekehrt die dominante Hand Arbeiten ausführen zu lassen, die für sie ungewohnt sind, fördert den Aufbau neuer Nervenbahnen im Gehirn. Das können wir doch immer gut gebrauchen, oder?

Renate Stockinger FastenbegleitungIn diesem Sinne: Das schaffen wir doch mit links (oder rechts)!

Ihre Renate Stockinger

P.S.: Wenn Sie ein Projekt wie Schminken mit der nichtdominanten Hand anpacken wollen: Da empfehle ich, die ersten Versuche an Wochenenden oder Tagen im Homeoffice – ohne Videokonferenz – zu starten. Vertrauen Sie mir. Ich hab’s ausprobiert.

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