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7. März: Die Sache mit den Erwartungen

Fastenbegleiterin und „Welt der Frauen“-Redakteurin Renate Stockinger begleitet Sie von Aschermittwoch bis Karsamstag durch die Fastenzeit. Ihr Impuls für Tag 6.

Der Winter mit kurzen Tagen und langen Nächten, Stress bei der Arbeit oder im Privatleben, Belastung durch die anhaltende Coronapandemie, Langeweile – es gibt viele Gründe, warum wir vielleicht in den vergangenen Wochen und Monaten weniger auf uns geachtet haben. Wenn der Frühling kommt und mit ihm wieder die Sonne, geht es aufwärts. Wir sind motiviert, die Ärmel hoch- und unser Leben umzukrempeln.

Voller Elan starten wir in die Fastenzeit. Und dann soll alles auf einmal geschehen. Was höchst motiviert beginnt, endet so jedoch oft in Frust. Weil es uns gar nicht schnell genug gehen kann mit der Verwandlung. Weil wir nicht über Nacht wieder fit wie ein Turnschuh sind oder gelassen wie ein buddhistischer Mönch, weil wir uns nicht sofort um 20 Jahre jünger fühlen oder die Hose nicht schon nach zwei Tagen schlabbernd an uns hinunterhängt.

Geben wir unserem Körper, unserem Geist und unserer Seele Zeit. Auch ein Auto braucht einen Bremsweg, wenn wir gerade noch das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten haben. Vor allem: Hören wir auf unseren Körper. Ob wir in der Fastenzeit den Fleischkonsum reduzieren, Intervallfasten ausprobieren oder verschiedene Tees – jeder Mensch reagiert anders.

„Man sollte immer darauf achten, in welcher Konstitution man sich befindet, wie man sich fühlt“, sagt dazu Ashish Bhalla, Arzt für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Ayurveda, der in Sattledt in Oberösterreich eine Praxis betreibt. Kranke Menschen oder solche, die gerade eine Krankheit überwunden hätten, könnten besonders empfindlich reagieren und sollten Veränderungen ganz sanft angehen, bei Unsicherheiten auch eine Ärztin oder einen Arzt beiziehen. Doch auch für sie gibt es Möglichkeiten, die Fastenzeit für sich zu nutzen. Welche? Dazu kommen wir morgen.

Renate Stockinger FastenbegleitungIhre Renate Stockinger

In diesem Sinne: Seien wir geduldig mit uns selbst. Nehmen wir Druck und Erwartungen heraus. Entspannen wir uns. Alleine das hilft uns schon, zu regenerieren.

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