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10/22

8. März: Digital Detox

8. März: Digital Detox

Fastenbegleiterin und „Welt der Frauen“-Redakteurin Renate Stockinger begleitet Sie von Aschermittwoch bis Karsamstag durch die Fastenzeit. Ihr Impuls für Tag 7.

Wir leben in einer digitalisierten Welt. Unzählige Informationen erreichen uns fast rund um die Uhr über die verschiedensten Kanäle. Smartphone, Laptop und Tablet gehören für viele bereits zum Alltag – beruflich, aber auch privat. Hier schnell nachgesehen, was unsere Freunde in den Sozialen Medien so treiben, dort ein kurzer Blick aufs Handy, ob nicht Nachrichten eingegangen sind, da nur noch rasch ein letztes Video angeklickt, der Abend wird vor dem Fernseher oder mit einem Serienmarathon verbracht.

Untersuchungen zeigen, dass wir durchschnittlich 80 Mal pro Tag unser Mobiltelefon entsperren, alle zwölf Minuten nach dem Handy greifen (eine Nachtruhe von acht Stunden wurde hier bereits einberechnet). Im Durchschnitt zweieinhalb Stunden täglich verbrachten die Probanden einer Studie der Universität Bonn mit der Nutzung ihres mobilen Gerätes. Mit gesteigerter Verwendung elektronischer Geräte nimmt jedoch unsere Konzentrationsfähigkeit ab. Auch das konnte gemessen werden.

Das digitale Entgiften

So wichtig und hilfreich die digitalen Werkzeuge im Arbeitsleben sind und so große Vorteile sie auch im Privatleben bringen, so entlastend kann es doch sein, die private Nutzung in der Fastenzeit zu reduzieren oder sogar zu minimieren. „Digital Detox“ ist außerdem eine gute Möglichkeit für Menschen, die fasten möchten, für die aber Nahrungsmittelreduktion momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet ist.

Doch auch wenn wir die Fastenzeit nutzen, um unseren Körper über den Weg der Ernährung zu entlasten, ist digitales Fasten ein zusätzlicher, wertvoller Baustein, uns etwas Gutes zu tun. Das heißt jetzt nicht, dass wir uns im Büro weigern sollten, am Computer zu arbeiten, oder dass wir das Firmenhandy nicht mehr einschalten. Aber betreiben wir doch heute in unserer Freizeit einmal „Digital Detox“ und achten darauf, wie es uns dabei geht. Wer weiß, welche Überraschungen so ein analoger Tag für uns bereithält, was wir in der Zeit, die wir uns sonst vielleicht durch die Sozialen Medien wischen oder vor dem Fernsehgerät verbringen würden, alles anfangen können. Ich bin gespannt.

Renate Stockinger FastenbegleitungIn diesem Sinne: Heute einfach einmal abschalten.

Ihre Renate Stockinger