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10/22

12. April: Deeehnen im Alltag

12. April: Deeehnen im Alltag

Fastenbegleiterin und „Welt der Frauen“-Redakteurin Renate Stockinger begleitet Sie von Aschermittwoch bis Karsamstag durch die Fastenzeit. Ihr Impuls für Tag 42.

Das viele Sitzen oder einseitige Bewegung im (Berufs)leben: Irgendwann zeigen uns Verkürzungen, Verspannungen und Ungelenkigkeit, dass wir uns mehr und anders bewegen sollten. Neben regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft und indem wir durch das Leben tanzen, können wir auch mit Dehnen unserem Bewegungsapparat, den Faszien und den inneren Organen etwas Gutes tun.

Damit meine ich nicht Dehnübungen vor oder nach Sporteinheiten (obwohl die wertvoll sind) – sondern wir können das ganz einfach und natürlich in unseren Alltag einfließen lassen. Hier die Tasse aus dem obersten Fach geholt, ohne einen Schemel (oder jemanden im Haushalt, die oder der größer ist als wir selbst) zu Hilfe zu nehmen, sondern auf die Zehenspitzen gestellt und in die Dehnung gegangen, dort bewusst etwas Abstand gehalten zu einem Gegenstand, den wir greifen möchten und uns dabei durchgestreckt, da statt zwei oder drei kleineren Schritten einen Ausfallschritt gemacht und leicht gedehnt (beim Aufwärtsgehen auf einer Treppe beispielsweise).

Es gibt unzählige Möglichkeiten, unseren Körper sanft zu mobilisieren. Achten Sie dabei aber bitte immer gut auf sich und Ihre persönlichen Grenzen und bleiben Sie im schmerzfreien Bereich (die Dehnung darf aber natürlich leicht spürbar sein). Und bei Krankheit, Problemen mit dem Bewegungsapparat oder Unsicherheiten ziehen Sie bitte eine Ärztin oder einen Arzt bei.

Renate Stockinger FastenbegleitungIn diesem Sinne: Es kann auch gut sein, wenn manche Dinge in unserem Haushalt oder am Arbeitsplatz etwas schwerer zu erreichen sind. Nutzen wir das als Chance, uns durchzustrecken und zu dehnen. Mal in die Höhe, mal seitlich, mal Rücken, die ganze Wirbelsäule und die Arme, mal die Beine – fühlt sich das nicht wunderbar an?

Ihre Renate Stockinger

P.S.: Wie beim Tanzen gilt: Lassen Sie sich nicht irritieren durch die Blicke von MitbewohnerInnen.