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16. März: Weg mit der Waage

Fastenbegleiterin und „Welt der Frauen“-Redakteurin Renate Stockinger begleitet Sie von Aschermittwoch bis Karsamstag durch die Fastenzeit. Ihr Impuls für Tag 15.

Mal ehrlich: Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrer Waage? Wie oft stellen Sie sich auf dieses Gerät? Und: Wie geht es Ihnen dann? Wie sehr bestimmt die Zahl, die aufscheint, Ihre Laune und Ihre Einstellung zu Ihrem Körper?

Es ist ganz natürlich, dass unser Körper Gewichtsschwankungen unterliegt. Das kann mit vielen Faktoren zusammenhängen. Manchmal reicht es schon, wenn wir etwas salziger gegessen haben (Salz bindet Wasser im Körper). Aber auch durch Sport können wir mehr Gewicht auf die Waage bringen (auch dann speichert der Körper Wasser, außerdem sind Muskeln schwerer als Fett). Und nicht zuletzt sind Frauen im Laufe des weiblichen Zyklus ganz natürlichen Gewichtsschwankungen unterworfen (die Hormone lassen grüßen).

Die Waage sagt wenig über unsere Gesundheit aus

Gerade zu Beginn einer Entlastungskur kann es sein, dass wir tatsächlich relativ rasch Gewicht verlieren. Das freut uns – bis die Waage aus den verschiedensten Gründen etwas anderes anzeigt, als wir erhoffen. Das kann uns frustrieren oder stressen. Gute Laune und Motivation sind dahin, möglicherweise fallen wir sogar in den „Ist eh schon alles egal“-Modus und zurück in ungesunde Gewohnheiten.

Meine Anregung deshalb für die kommenden Wochen: Gönnen Sie sich und Ihrer Waage eine Auszeit voneinander. Das heißt nicht, dass Sie sie sofort aus dem Fenster werfen müssen. Es gibt auch sanftere Methoden. Aber besonders, wenn Sie dazu neigen, täglich auf die Waage zu steigen: Vereinbaren Sie mit sich selbst (oder auch mit der Waage), dass Sie sich nur einmal pro Woche sehen.

Natürlich gibt es durchaus gesundheitliche Gründe, warum wir unser Gewicht und den Körperfettanteil im Blick behalten sollten. Übergewicht wird in Zusammenhang gebracht mit der Entstehung etlicher Zivilisationskrankheiten. Dennoch: Machen wir unser Wohlbefinden nicht abhängig von der Zahl auf einer Waage. Gehen wir nach unserem eigenen Gefühl, ziehen wir auch andere Parameter bei: persönliches Wohlgefühl, Energielevel, Hautbild, Verdauung, Schlafqualität beispielsweise. Und wenn dann vielleicht die eine oder andere Hose lockerer an den Hüften sitzt, ist das auch schön. Vor allem aber geht es darum, dass wir uns fitter und wohler fühlen in unserer eigenen Haut, wieder gesünder und mit mehr Leichtigkeit durchs Leben gehen.

Renate Stockinger FastenbegleitungIn diesem Sinne: Seien wir uns selbst gewogen und lassen wir die Waage erst einmal Waage sein.

Ihre Renate Stockinger

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