Viele Frauen halten starke Periodenschmerzen für normal, obwohl häufig Endometriose dahintersteckt. Eine antientzündliche Ernährung kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber die Beschwerden spürbar lindern.
Anna ist 38 Jahre alt, arbeitet im Marketing, hat zwei Kinder und eigentlich einen gut funktionierenden Alltag. Nur diese eine Woche im Monat bringt alles ins Wanken. Dann liegt sie mit Wärmflasche auf dem Sofa, sagt Termine ab und versucht irgendwie, durch den Tag zu kommen. „Stell dich nicht so an“, mahnt ihre Mutter, „Regelschmerzen gehören zum Frau-Sein einfach dazu.“
Also macht Anna weiter, nimmt Schmerzmittel, funktioniert – jahrelang. Bis die Schmerzen nicht mehr nur unangenehm sind, sondern ihr den Boden unter den Füßen wegziehen: starke Krämpfe, ein aufgeblähter Bauch, Schmerzen beim Sex, dazu eine bleierne Erschöpfung. Nach zahlreichen Arztbesuchen erhält sie endlich die Diagnose: Endometriose. Und plötzlich bekommt das, was sie so lange als „normal“ abgespeichert hat, einen Namen.
Die versteckte Krankheit
Endometriose gehört zu den häufigsten, aber gleichzeitig am spätesten erkannten gynäkologischen Erkrankungen. In Österreich ist schätzungsweise jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter betroffen – die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist, nicht nur in der Gebärmutter selbst, sondern auch an Stellen, an denen es nicht hingehört: etwa am Bauchfell, an den Eierstöcken, zwischen Darm und Blase oder sogar tief im kleinen Becken.
