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Ein Geschenk für Tier und Mensch

Mit ihrem Online-Versandhandel für Fleisch machten sie sich nicht nur selbst ein Geschenk: Wer sich erstklassiges Fleisch aus artgemäßer Tierhaltung wünscht, wird bei Porcella fündig.

Fast wären Miriam Strobach und Gregor Einetter Vegetarier geworden. Zu groß schien der Aufwand, aus der Stadt jedes Mal eine weite Strecke aufs Land zurückzulegen, um in den Genuss von Fleisch aus einer artgemäßen Haltung zu kommen. „Wir hatten immer weniger Lust auf Fleisch“, sagt Miriam, gemeinsam mit Gregor Initiatorin von Porcella, „weil wir nicht wussten, wie die Tiere gehalten werden.“ So waren sie eigentlich schon kurz davor, ganz auf Fleisch zu verzichten – obwohl sie das eigentlich auch nicht wollten. „Wir erkannten auch, dass wir mit diesem Dilemma nicht allein waren.“ Viele ihrer Bekannten und Freunde teilten ihren Frust.

Warum ist es aber auch so kompliziert, an gutes Fleisch zu kommen? Teil des Problems ist es, dass kaum noch Fleischer selber schlachten, egal, ob im städtischen oder ländlichen Gebiet. Die Fleischer verschwinden, ersatzweise gibt es In-Shop-Fleischereien in Supermärkten, meist ohne ausgebildete Fleischer hinter der Theke. Mit den Fleischern verschwindet ein wichtiges Kulturgut – der bewusste Umgang mit Fleisch von der Erzeugung über die Zerlegung bis zur Zubereitung.

FRUST UND LUST
Der Frust über mangelnde Alternativen zum Angebot im Supermarkt war also groß, aber die Lust auf gutes Fleisch war größer. So kam die Idee zu Porcella: einem Versandhandel für erstklassiges Fleisch, der Bio-Bauern und Stadtmenschen zusammenbringt. Für Designerin Miriam und Betriebswirt Gregor ein Sprung ins kalte Wasser. Ihre Leidenschaft für gutes Fleisch aus artgemäßer Haltung wird auch von Fleischermeister Roman Schober und mehr als 40 Bio-Landwirten des Vereins Turopolje-Blondvieh-Waldviertel geteilt. In ihnen fand Porcella die idealen Partner. Seit 2013 vertreiben sie gemeinsam hochwertiges Bio-Fleisch über das Internet und beliefern Haushalte in ganz Österreich und zum Teil auch in Deutschland. Wöchentlich werden ihre inzwischen rund 6.000 Kunden mit frischen und veredelten Fleischraritäten von alten Rassen wie dem Waldviertler Blondvieh oder dem Turopolje Schwein beliefert.

Dabei ist es ihnen wichtig, dass nach Möglichkeit das ganze Tier verwertet wird, nicht nur die edelsten Stücke wie Steaks oder Filets. So finden sich im Online-Shop neben diesen auch Produkte wie Hals, Backerl, Ochsenschlepp und Innereien. „Wenn man weiß, wie man es richtig zubereitet, wird aus jedem Teil ein Edelteil“, ist sich Miriam Strobach sicher. Wer das eben nicht weiß, kann im Porcella-Kochbuch „Zeit für Fleisch!“ – siehe linke Seite – nachlesen, holt sich Tipps im 14-tägigen Newsletter oder am Porcella-Blog (blog.porcella.at).

RARITEN, SPEZIALITÄTEN, SAISONALES
In der Zwischenzeit hat Porcella rund 300 verschiedene Produkte von Rind (Waldviertler Blondvieh), Schwein (Schwäbisch Hällisch, Turopolje und saisonal auch Wildschwein), Gefl ügel, Lamm sowie Schinken- und Wurstprodukte im Sortiment. Zusätzlich arbeitet das Team gezielt mit einzelnen Landwirten und Produzenten daran, das Angebot mit Spezialitäten zu erweitern. Dazu gehören etwa Bio-Yak vom Bio-Landwirt Erich Pollak oder das Waldviertler Wildhendl, das aufgrund von viel Auslauf eine ganz besondere Fleischqualität aufweist.

Aber auch Saisonales wie Rotwild, Wildgänse zu Martini, ein ganzer Beinschinken vom Turopolje Schwein zu Ostern, Grillangebote im Sommer und vieles mehr gehört zum Angebot. Speziell für Weihnachten werden drei Geschenkboxen angeboten, die je nach Zusammenstellung das Kochbuch, einen Gutschein für den Porcella-Onlineshop, Babenberger Hauswürstel und den Kräuterlikör Kalê enthalten. Die Ideen gehen den Leuten rund um Porcella nicht so schnell aus.

Neben dem unkomplizierten Zugang zu qualitativ hochwertigem Fleisch ist das Bereitstellen von Informationen rund um nachhaltige Produktion und den bewussten Umgang mit Fleisch ein wichtiges Anliegen von Porcella. Davon profi tieren letzten Endes Tiere und Nicht- oder Dochnicht- Vegetarier gemeinsam. „Man schmeckt den Unterschied, ob das Tier gut gelebt hat“, sagt Miriam Strobach. „Vor allem beim Fett. Es geht nichts über ein gutes Fett.“

Wie lange wirkt das Geschenk nach?
Jeden einzelnen Tag

Hat es Persönlichkeit?
Ja, ideal für bewusste Genießer

Gibt’s wo?
www.porcella.at

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Erschienen in „Welt der Frauen“ 12/18