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Die Windel neu erfinden

Das ist hiermit der erste Blog, den ich mit der rechten Hand alleine tippe, weil unser Söhnchen nun mal am tiefsten und längsten sein Mittagsschläfchen auf mir drauf halten kann. Nach seiner ersten leicht fiebrigen Nacht gönne ich uns diese Extraeinheit Körperkontakt besonders gerne. Mit dem Laptop auf den Knien, dem kunstvoll drapierten Stillkissen und meinem Handy auf dauerlautlos daneben ist mein einarmiges Büro perfekt eingerichtet.

Eine stattliche Klangholzsammlung, Glockenspiele, Rasseln, Trommeln und für meinen Mann eine Triangel gehören seit Kurzem zu unserem Kindbespaßungssortiment. Seit ich bemerkt habe, dass unser Schatz nicht nur auf Oldies steht sondern ihm auch diverse Klang- und Musikinstrumente sein entzückendstes Lächeln entlocken, mache ich hier mehrmals täglich eine enthusiastische Percussion- und Gesangsperformance. Bestimmt haben noch nie Eltern diese Affinität ihrer Babys zu „rums“ „ding-dong“ und „klingeling“ bemerkt und vermutlich ist unser Kleiner auch der jüngste Interpret von „Locomotion“ und „Oh happy day“ in seinen ganz speziellen, niedlichen Vokalvariationen. Es ist unendlich schön, dass man als Jungeltern diesen Pioniergeist haben darf und auch das Gefühl, einzigartige Momente voller Freude und Hingabe zu erleben, auch wenn global gesehen Kinder zu haben nichts besonderes ist. Für mich selber und was mein eigenes Kind betrifft, habe ich fast täglich das Gefühl die Windel neu zu erfinden, Entdeckerin, Tausendsassa und gefragte Entertainerin zu sein und das ohne jemals auf die Uhr zu schauen. Das alles dann auch noch mit meinem wunderbaren Mann in Karenz zu teilen und sich gemeinsam an unserem neuen Leben zu erfreuen, ist das allergrößte Glück!