Die Bindungsanalyse beschreibt eine besondere, beziehungsfördernde Form der Kontaktaufnahme zwischen Mutter und Kind in der Schwangerschaft. Wie das gelingt, verrät Hebamme Petra Sonnberger.
Mozart, Mathematik und Co.: Werdende Eltern machen sich viele Gedanken darüber, wie sie ihren Nachwuchs bereits im Mutterleib fördern können. Doch wie steht es um die emotionale Entwicklung? Die noch wenig bekannte Bindungsanalyse begleitet Mutter und Ungeborenes in der Schwangerschaft, soll die Beziehung stärken und beide auf die Geburt vorbereiten.
Mutter-Kind-Bindung stärken
„Eine Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht sehr früh, eigentlich, sobald sich die Eizelle einnistet – über Blut, Hormone, Gefühle“, erklärt Hebamme Petra Sonnberger (58) aus Lambach. Es sind oft äußere Umstände, die sie trüben, unterbrechen oder nicht wachsen lassen, etwa die psychische Verfassung der Mutter, traumatisierende Erlebnisse in ihrer Vergangenheit oder schwierige Lebensbedingungen. Dazu zählen Stress, Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüche, schlimme Erlebnisse in Familie und Partnerschaft oder Erfahrungen, die die Mutter einst selbst im Mutterleib gemacht hat.
Nicht nur die Ernährung der Mutter und andere Einflussfaktoren wirken sich also auf die Entwicklung und das Verhalten des Kindes aus, sondern auch Gefühlszustände, Einstellungen und das Denken der Mutter. Zudem erfolgt der Großteil der Gehirnentwicklung eines Menschen in der embryonalen Zeit.
