Sprache ist der Schlüssel zur Gemeinschaft. Doch sie kann verloren gehen. Über Ursachen von Sprachverlust und Wege zurück zu Kommunikation und Teilhabe.
Durch Unfall oder Krankheit kann Sprache abrupt oder schleichend verschwinden. Wie viele Menschen betroffen sind, ist kaum zu beziffern. Allein durch Schlaganfälle – rund 25.000 jährlich in Österreich – verlieren viele Betroffene vorübergehend Sprachfähigkeiten. So vielfältig die Auslöser, so ähnlich die Folgen: Wer nicht sprechen kann, wird leicht missverstanden und verliert oft den sozialen Anschluss.
Angststörung bei Kindern
Eine psychisch bedingte Form ist selektiver Mutismus. Das Störungsbild (siehe Kasten) ist ein Schwerpunkt des Logopäden Christian Hofmann, der derzeit vier betroffene Kinder betreut. Seit 15 Jahren arbeitet er am Institut für Sinnes- und Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder in Linz. Im dortigen Sprachtherapiezentrum behandelt ein interdisziplinäres Team Kinder mit unterschiedlichen Sprachstörungen.
Nach Hofmanns Erfahrung greifen Therapien gut – meist im Zusammenspiel von Logopädie, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie oder Spieltherapie. Bewährt hätten sich kombinierte sprach- und verhaltenstherapeutische Ansätze wie die „Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMuT)“.
„Die größten Fortschritte bei Aphasie werden in der frühen Phase nach der Hirnschädigung erzielt.“
