Anna Buchegger bewegt sich zwischen Hackbrett und High-Fashion, Jazz und Jodeln und fördert dabei ein Gefühl von Heimat zutage, das alle verbindet.
Darüber, was Heimat bedeutet, hat sich Musikerin Anna Buchegger (27) sehr viele Gedanken gemacht. „So viele, dass ich zwei Alben und eine Masterarbeit darüber geschrieben habe“, sagt sie. Dabei ist der Begriff für sie nicht unproblematisch. Und hat bei ihr ironischerweise Heimweh ausgelöst. „Nicht das Heimweh, das ich spüre, wenn ich nachhause möchte, sondern eines, das weh tut, weil ich mit dem, wie Heimat interpretiert wird, nicht einverstanden bin.“
Denn Heimat habe oft mit der Suche nach Identität und Zugehörigkeit zu tun – und das mit der Identität sei in Österreich eine schwierige Sache. „Weil damit ein starkes Nationalbewusstsein assoziiert wird, was Heimat zu einem Begriff macht, der nicht unschuldig ist“, sagt Buchegger. „Er ist durch die Geschichte bis heute stark politisch aufgeladen.“ Dadurch würde er zu etwas, das man verteidigen und schützen müsse. „Nicht alle sind in dieser Form von Heimat willkommen und das finde ich bedenklich. Heimat sollte allen gehören, wir alle haben ein Recht darauf.“
