Abnehmspritzen haben eine klare Botschaft: Dicksein scheint plötzlich vermeidbar – vorausgesetzt, man kann es sich leisten. Wie wirkt das Medikament und was macht es mit unserer Gesellschaft?
Sieht man sich die Grammys oder Golden Globes an, fällt eines sofort auf: Viele Stars sehen plötzlich erstaunlich ähnlich aus. Schlanke Figuren, schmale Gesichter, dünne Arme. Als Robbie Williams 2025 erneut ins Rampenlicht rückte, nachdem sein Film „Better Man“ in aller Munde war, erklärte er in einem Interview: „Jetzt wo alle mit mir sprechen wollen, hab ich gleich mit Ozempic angefangen.“ Und auch Stars wie Meghan Trainor, die jahrelang darüber gesungen hat, wie stolz sie auf ihren großen Hintern und ihre Kurven ist, ist kaum wiederzuerkennen und hat sogar die Lyrics ihres Hit-Songs „All about the Bass“ verändert. Hinter dieser Entwicklung stehen Medikamente, über die seit Jahren weltweit gesprochen wird: sogenannte Abnehmspritzen.
Die Abnehmspritze: Medikament oder Lifestyle-Entscheidung?
In Österreich sind laut einer Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) rund 17 Prozent der Menschen über 15 Jahre von Adipositas betroffen, und jedes Jahr werden knapp 4.000 Todesfälle mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Eine effektive Behandlungsmöglichkeit gegen starkes Übergewicht zu finden ist ein medizinisches Thema – und wird fälschlicherweise auch zur Lifestyle-Frage. Entsprechend groß ist das Interesse an Medikamenten, die beim Abnehmen unterstützen können. Aber welchen Effekt haben sie wirklich? Für wen sind sie geeignet? Und worauf sollte man achten, wenn man denkt, das könnte die schnelle Lösung sein, um einige Kilos zu verlieren?
„Viele denken, man bekommt die Spritzen und das Gewicht ist weg. So funktioniert es nicht.“
